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Die Phlegräische Felder könnten kurz vor einem Ausbruch stehen. Bild: Youtube.

Droht Italien ein Vulkanausbruch?

Nicht der Vesuv, sondern der Supervulkan Phlegräische («Brennende») Felder brodelt.

Der Boden zittert, Gase strömen heraus - der nach dem Vesuv weitaus unbekanntere Supervulkan Phlegräische Felder ist im Moment sehr unruhig. Der letzte grössere Ausbruch liegt fast 40'000 Jahren zurück- damals stürzte die Erdkruste ein und ein zwölf Kilometer breiter Krater, die sogenannte Caldera, blieb zurück.

Eine grosse Eruption könnte gemäss Experten weite Teile Europas unter einer dicken Ascheschicht begraben, wie der «Spiegel» berichtet. Würde der Vulkan wie beim letzten Mal ausbrechen, wäre Neapel verwüstet und Tsunamis würden übers Mittelmeer rasen. Das Weltklima könnte sich auf Jahre hinaus abkühlen, da ein grauer Schleier die Sonne verdunkeln würde. 

Die neusten Messungen sind beunruhigend

Die Chancen für ein solches Horrorszenario seien aber nicht allzu gross, viel häufiger seien kleine Ausbrüche der Phlegräischen Felder, die allerdings für die Anwohner dennoch tödlich enden können. Vor vier Stufen hat der italienische Zivilschutz die Warnstufe auf «Wachsamkeit» erhöht. Den neusten Daten zufolge, hat sich in letzter Zeit immer mehr Kohlenmonoxid in die heissen Quellen gemischt, dieser Anteil hat sich vervierfacht. Gemäss Forschern könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass Magma aufsteige.

Auch die Wasserdampffontänen seien heisser geworden. Waren sie in den 90er-Jahren noch 230 Grad heiss, misst man heute mehr als 300 Grad. Auch das werten Experten als Hinweis auf einen baldigen möglichen Ausbruch.

(TN)