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«Matthew» verwüstet Haiti und ist jetzt kurz vor Floridas Küste
Nach Regierungsangaben hat Hurrikan «Matthew» alleine im Department Sud auf Haiti 260 Menschen getötet. In der gesamten Karibik zählte man 339 Tote. Jérémie, die Hauptstadt der Region Grand'Anse, wurde zu weiten Teilen zerstört - die Telefonleitungen seien tot, die Stromversorgung zusammengebrochen und 80 Prozent der Häuser zerstört.
Das Auges des Sturms der Kategorie 4 ist im Moment nur noch 10 Meilen von Floridas Küste entfernt, teilt das Hurrikan-Warnzentrum in Miami mit. Präsident Obama hat für Florida, South Carolina und Georgia den Notstand ausgerufen. Drei Millionen Bürger wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Als nächstes könnte der Hurrikan nördlich von West Palm auf Land treffen – die Patienten zweier Krankenhäuser an der Küste wurden bereits evakuiert.
Flugbetrieb in Florida praktisch eingestellt
Gestern wurden im Laufe des Tages die Flughafen Miami und Fort Lauderdale geschlossen. Auch der Airport Orlando machte gestern Abend um 20 Uhr Ortszeit die Schotten dicht. Der Jacksonville International Airport ruft Passagiere dazu auf, den Flugstatus ihres gebuchten Fluges zu prüfen, bevor sie an den Flughafen reisen. Insgesamt wurden 3800 Flüge annulliert. American Airlines strich fast alle Abflüge ab Floridas Flughäfen. Die meisten Airlines – darunter American Airlines und Delta – bieten den Fluggästen kostenloses Umbuchen an.
Disney schloss gestern um 17 Uhr Ortszeit zum vierten Mal in seiner Geschichte alle Themenparks und auch Universal Orlando teilte mit, dass die Universal Studios am heutigen Freitag geschlossen bleiben. Sea World Orlando schloss gestern um 14 Uhr und bleibt heute den ganzen Tag über zu. Auch die Eisenbahngesellschaft Amtrak hat den Zugbetrieb eingestellt.
«Matthew» ist seit «Sandy» der schwerste Sturm, der die USA trifft. Wegen «Sandy» wurde 2012 für 11 Millionen Bewohner eine Sturmwarnung verkündet. Experten bezeichnen «Matthew» sogar als den gefährlichsten Sturm seit «Andrew». Dieser riss 65 Menschen in den Tod.
Bereits Mitte der Woche mussten zahlreiche Kreuzfahrtschiffe ihre Routen in der Karibik ändern.