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Chinesen und Inder retten die Logiernächte-Bilanz
Die Schweizer Hotellerie verzeichnet in der Sommersaison 2015 von Mai bis Oktober 20 Millionen Logiernächte. Das ist ein Minus von 0,7%. Gemäss den Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) beträgt der Rückgang bei einheimischen Gästen 0,8%, bei europäischen Gästen ohne die Schweiz 10,9%, wobei Deutschland mit einem Minus von 15,1% den grössten Rückgang in absoluten Zahlen verbuchte. Es folgen Russland, Holland und Italien.
Dafür erhöhte sich die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent um 20,5%, alleine aus China sogar um +37,4%. Auch die Plus-Zahlen aus Indien (+ 25,5%), den Golfstaaten (+21,9%) und Korea (+19,5%) sind eindrücklich. Mit 53'000 zusätzlichen Logiernächten (+4,8%) lieferten auch die Vereinigten Staaten eine starke Zunahme.
Sieben der vierzehn Tourismusregionen registrierten in der touristischen Sommersaison gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode einen Logiernächterückgang. Graubünden verbuchte mit einem Minus von 175'000 Einheiten (-7,8%) die deutlichste Abnahme in absoluten Zahlen. Es folgen das Tessin (-115'000 Logiernächte / -6,8%), die Ostschweiz (-78'000 / -6,5%) und das Wallis (-49'000 / -2,7%). Demgegenüber registrierte die Region Zürich mit einem Plus von 141'000 Einheiten (+4,5%) das deutlichste absolute Wachstum, gefolgt von den Regionen Luzern / Vierwaldstättersee (+87'000 / +4,0%) und Berner Oberland (+50'000 / +2,3%).
Die Hotellerie verzeichnete in der Schweiz im Oktober 2015 insgesamt 2,7 Millionen Logiernächte, was gegenüber Oktober 2014 einer Abnahme von 3,5 Prozent (-97'000 Logiernächte) entspricht. Die inländischen Gäste generierten 1,3 Millionen Logiernächte, was ein Minus von 3,3 Prozent bedeutet (-45'000 Logiernächte). Insgesamt 1,4 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste. Dies entspricht einem Rückgang von 3,7 Prozent (-53'000 Logiernächte).