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Noch nie war ein Hurtigrutenschiff weiter südlich: Die MS Roald Amundsen in der Antarktis. Bild: Dan Avila/Hurtigruten ASA

Hurtigruten schreibt wieder Geschichte

In den 127 Jahren Existenz war noch nie eines der Hurtigrutenschiffe bis zum 70 südlichen Breitengrad vorgestossen. Die MS Roald Amundsen hat dies nun letzte Woche vollbracht.

Die Hurtigruten-Geschichte begann vor 127 Jahren in Norwegen und noch immer verbindet man gemeinhin den Begriff Hurtigruten mit der Küstenfahrt entlang der norwegischen Fjordküste ab Bergen bis hinauf nach Kirkenes in den arktischen Gewässern an der russischen Grenze. Doch natürlich ist Hurtigruten längst auch eine erfolgreiche Anbieterin von Expeditions-Kreuzfahrten - und dies auch zu den Polargewässern am entgegengesetzten Ende des Globus.

Letzte Woche nun schrieb die relativ neue MS Roald Amundsen Geschichte, als sie den südlichsten je von einem Hurtigruten-Schiff erreichten Punkt erreichte. Das weltweit erste Schiff mit Hybrid-Elektro-Antrieb erreichte den 70. südlichen Breitengrad in den Antarktis-Gewässern. Damit werde dem Polar-Pionier und Namensgeber Roald Amundsen Ehre erwiesen und genau um diese Verschiebung der Grenzen gehe es bei Hurtigruten, frohlockte Captain Torry Sakkariassen.

Dank dem Hybridantrieb mit grossen Batterien kann die Roald Amundsen einerseits relativ emissionsarm fahren (insbesondere in Naturschutzgebieten) und verfügt über ein spezielles Design, welches die Fahrt in Eisgewässern erlaubt und damit Zugang zu Orten bietet, welche andere Expeditionskreuzfahrt-Reedereien nicht erreichen. Die MS Roald Amundsen beendet demnächst die 18-tägige Reisen zu den chilenischen Fjorden, nach Falkland und in die Antarktis, auf welcher dieser Rekord erzielt wurde, und wird dann nochmals in der Gegend kreuzen, bevor es dann zur Sommersaison zunächst nach Süd- und Zentralamerika und später nach Alaska geht.

(JCR)