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Auf der Mein Schiff-Flotte konnte TUI den Einweg-Plastikverbrauch innerhalb von einem Jahr drastisch reduzieren. Bild: TUI Cruises

Erste Bilanz nach 365 Tagen Wasteless-Programm

TUI hat im vergangenen Herbst sein Plastik-Reduktionsprogramm Wasteless eingeführt. Damit konnten in einem Jahr 30 Millionen Plastikartikel eingespart werden.

Die Reederei TUI Cruises verfolgt für ihre Mein-Schiff-Flotte eine klare Vision: Plastikfreie Ferien. Als Teil davon wurde im letzten Herbst das «Wasteless»-Programm eingeführt. Ein Jahr später wird eine erste Zwischenbilanz gezogen. Insgesamt konnten 30 Millionen Plastikartikel eingespart werden. Doch damit nicht genug, denn bis Ende 2020 will TUI Cruises auf sämtliche Plastik- und andere Einwegprodukte verzichten oder diese durch Alternativen aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen ersetzen.

Die Massnahmen beziehen sich vor allem auf den Hotel- und Gastronomiebereich an Bord. So sind die Strohhalme neuerdings aus Zuckerrohr oder Glas, die Cocktailrührer aus Holz und auf Plastik-Spiesse wird gänzlich verzichtet. Bestellte Zeitungen werden nicht mehr in Plastiktüten verpackt, sondern hängen an wiederverwendbaren Hanfseilen an der Kabinentür. Plastiktüten suchen die Gäste im Bordshop vergebens. Es werden ausschliesslich «Mein Schiff»-Strandtaschen aus recyceltem PET oder wiederverwendbare «Mein Schiff»-Beutel ausgegeben. Die Butter wird seit Sommer dieses Jahres nur noch in Spendern serviert, sodass zehn Millionen Einzelportionsverpackungen gespart werden.

«Das sind nur einige der Massnahmen, die der Gast täglich sieht. Wir haben aber auch fleissig hinter die Kulissen geschaut und Potentiale gefunden, Plastik einzusparen oder durch andere Alternativen zu ersetzen», so Lucienne Damm, Senior Environmental Managerin bei TUI Cruises. «Mit bisher 30 Millionen eingesparten Plastik-Einwegartikeln können wir auf ein sehr erfolgreiches erstes Wasteless-Jahr zurückblicken. Und wir haben noch einiges im Programm für 2020.»

So werden beispielsweise die Einweg-Wasserflaschen aus den Kabinen verbannt und durch Edelstahl-Flaschen ersetzt. Diese können an den Wasserspendern aufgefüllt werden. «Die Glaskaraffen haben wir natürlich weiterhin auf jeder Kabine stehen. Wir wollen den Gästen aber zusätzlich die Möglichkeit geben, Wasser mit auf Ausflüge zu nehmen und dabei Plastikflaschen einzusparen», so Lucienne Damm. Eine Testphase läuft bereits und Mitte Dezember wird entschieden, ob die Flaschen flottenweit eingeführt werden. Insgesamt will die TUI Group durch die Umstellungen 350 Millionen Einweg-Plastikartikel bis Ende 2020 verbannen.

(NWI)