Trips & Travellers
«Bon Jovi, Metallica und Van Halen stehen auf meiner Ferien-Playlist»
Gang- oder Fensterplatz im Flugzeug?
Egal. Im Miles & More-Profil steht zwar «Gang» – Pflicht erfüllt –, aber wenn meine Frau mitfliegt, bekommt sie am Ende ohnehin den Gangplatz. Klassische Gentlemen-Logik.
Welcher Ferienort wird unterschätzt?
Das ist eine Fangfrage: Wenn ein Ort wirklich unterschätzt ist, habe ich ihn mit grosser Wahrscheinlichkeit noch gar nicht auf dem Radar – und genau deshalb bleibt er unterschätzt. Insofern lautet meine ehrlichste Antwort: Ich weiss es nicht. Und das ist eigentlich die beste aller Reiseantworten: Es gibt immer etwas Neues, Aufregendes zu entdecken!
Was ist dein Ritual vor dem Boarding?
Ich suche mir einen Platz mit gutem Blick aufs Gate und beobachte fasziniert, wie sich die Menschen schon 40 Minuten vor dem Boarding in eine Schlange einreihen – obwohl das Flugzeug noch nicht einmal gelandet ist. Danach folgt der obligatorische letzte Check: Sind Laptop, Ladekabel, AirPods und Pass nach der Sicherheitskontrolle wieder griffbereit verstaut? Wenn ja: Los geht’s.
Welcher Song gehört zwingend auf deine Ferien-Playlist?
Klassischer Rock aus den 80ern und 90ern. Von Bon Jovi über Queen, Metallica und Mötley Crüe bis hin zu Van Halen und ZZ Top. Das war meine «Young, Wild and Free»-Zeit, und die passt schliesslich perfekt in die Ferien. Streng genommen würde «I hät no viu blöder ta» von Gölä eigentlich auch ganz gut ins Konzept passen …
Was machst du als Erstes, wenn du ins Hotelzimmer kommst?
Zuerst mache ich einen kleinen Erkundungsrundgang durch die Anlage. Ich bin neugierig und will wissen, wo alles ist, wie man am besten zum Pool und der Hotelbar kommt und ob es irgendwo versteckte Ecken gibt, in denen man ungestört sitzen kann. Danach wird zügig ausgepackt. Chaos im Zimmer und ein Leben aus dem Koffer sind mir schlichtweg zu stressig.
Welches Land hat dich kulinarisch am meisten überrascht?
Japan. Es ist zwar hinlänglich bekannt, dass Japan als Kulinarik-Destination einiges zu bieten hat. Aber die unglaubliche Breite des Angebots, die Besonderheit einiger Gerichte und diese fast schon theaterähnliche Inszenierung in den hochwertigen Restaurants haben mich dann doch noch einmal auf dem falschen Fuss erwischt, im absolut positiven Sinne.
Wenn du ab morgen zwei Wochen Ferien hättest – wohin würdest du reisen?
An eine besondere Golf-Destination. Vielleicht nach South Carolina – trotz Trump. Dort habe ich noch alte Freunde, die ich gerne wieder besuchen würde. Und ein Meer gibt es praktischerweise auch. Übermorgen könnte meine Antwort aber auch anders tönen, Hauptsache ein neuer Ort.
Hast du schon einmal das Hotelzimmer gewechselt – und warum?
Ich nehme es schwer an, aber ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern. Offensichtlich bleiben mir die guten Erfahrungen und schönen Momente in den Ferien deutlich besser im Gedächtnis haften als die schlechten. Ein selektives Gedächtnis kann auf Reisen ein echter Segen sein.
Mit wem würdest du gerne einmal verreisen – tot oder lebendig?
Da gäbe es viele… Sportler, Politiker, Künstler. Auf jeden Fall sollte es eine kluge, humorvolle Persönlichkeit aus der Geschichte sein – jemand, der gute Anekdoten und noch bessere Fragen mitbringt. Jemand wie Conan O’Brien oder Jon Stewart für die Konversation beim ausgedehnten Mittagessen – jemand, der mit einem einzigen Satz den Tisch zum Lachen bringt, dabei selbst am lautesten lacht und trotzdem immer der Klügste im Raum ist. Oder wie Tom Watson für eine entspannte Golfrunde. Ein «old school» Gentleman des Sports, der einem mit Würde und trockenem Humor zeigt, wie das Spiel wirklich gespielt wird.
Welche 3 Dinge im Gepäck dürfen auf keiner Reise fehlen?
Ein vielseitiges Ladekabel, ein E-Reader und viel Neugier.
Wohin würdest du nie mehr reisen und warum?
Es sind weniger spezifische Orte, die mir da in den Sinn kommen, als vielmehr bestimmte Arten von Hotels oder Leistungsträger ganz allgemein: Solche, in denen der Gast als reine Ware behandelt wird. Viel Stress, wenig Seele und eine endlos scheinende Kette falscher Entscheidungen in Sachen Kundenservice. Da bleibe ich lieber zu Hause.