Trips & Travellers
Irres Sonnenschirmverbot am Strand – Ikea baut Sonnen-Denkmal
Air-Canada-Pilot flog jahrelang ohne erforderliche Lizenz
Was wie die Handlung eines Hollywood-Films klingt, beschäftigt derzeit die kanadischen Behörden: Ein ehemaliger Pilot von Air Canada soll während fast 17 Jahren ohne die erforderliche Lizenz als Captain auf Langstreckenmaschinen geflogen sein. Nach Angaben der Polizei führte Geoffrey Wall zwischen 2009 und 2025 mehr als 900 nationale und internationale Flüge durch und transportierte dabei Zehntausende Passagiere. In dieser Zeit soll er rund drei Millionen kanadische Dollar verdient haben. Besonders brisant: Der Mann verfügte zwar grundsätzlich über eine Lizenz als Berufspilot. Für seine Tätigkeit als verantwortlicher Pilot im Cockpit fehlte laut Ermittlern jedoch die vorgeschriebene Airline-Transportpilotenlizenz. Der Fall flog erst 2025 bei einer routinemässigen Überprüfung der Unterlagen auf. Air Canada informierte daraufhin die Behörden. (Gelesen bei «CNN»)
Sturm-Chaos an indischem Flughafen
Heftige Windböen und starker Regen haben am Flughafen Delhi für einen ungewöhnlichen Zwischenfall gesorgt: Gleich drei Flugzeuge von Air India wurden beschädigt. Die Maschinen standen am Terminal 2 des Indira Gandhi International Airport, als ein plötzlich aufziehender Sturm Material auf dem Vorfeld erfasste. Durch die starken Böen lösten sich Geräte und prallten gegen die abgestellten Flugzeuge. Wie gross der Schaden ausfiel, ist bislang nicht bekannt. Klar ist jedoch: Alle drei Maschinen wurden vorerst aus dem Betrieb genommen und einer technischen Untersuchung unterzogen. Medienberichten zufolge sollen weder Airlines noch Flughafenbetreiber rechtzeitig vor dem Wetterumschwung gewarnt worden sein. Im Fokus stehen deshalb mögliche Lücken bei Wetterwarnungen und Sicherheitsabläufen am Boden. (Gelesen in der «Times of India»)
Strandregeln sorgen für Kopfschüttteln
Die Gemeinde Villasimìus auf Sardinien hat für den Strand Punta Molentis neue Zugangsregeln eingeführt. Ziel der Massnahmen ist es nach Angaben der Behörden, den empfindlichen Küstenabschnitt besser zu schützen und die Belastung durch den Tourismus zu reduzieren. Der Zutritt zum Strand ist bis Ende Oktober nur nach vorgängiger Reservation möglich. Zudem gilt eine Begrenzung der täglichen Besucherzahl. Der Strand darf ausschliesslich zwischen 8 und 20.30 Uhr genutzt werden. Für den Zugang wird eine Gebühr von zehn Euro pro Person erhoben. Anlass zu Diskussonen gibt insbesondere die neue Regelung zu Sonnenschirmen: Diese sind nur für Familien mit Kindern unter zehn Jahren sowie für Personen ab 65 Jahren erlaubt. Pro Familie ist ein Sonnenschirm zugelassen. Pavillons, Zelte und weitere Schattenspender bleiben untersagt. (Gelesen in «La Repubblica»)
Göttliches Upgrade: Papst Leo XIV. im Cockpit
Wieder geht ein Video des technikbegeisterten Papst Leo XIV. viral. Die Bildsequenz der spanischen Fluglinie Iberia zeigt den Pontifex in weissem Gewand im Cockpit des Fliegers, der ihn und seine Begleitung am Dienstag von Madrid nach Barcelona brachte. Er spricht mit dem Piloten und der Pilotin, lässt sich die Technik erklären, segnet ein Foto mit der Familie des Kapitäns und spricht über Funk mit den Besatzungen in den begleitenden Kampfjets der spanischen Luftwaffe. Die Kommentatoren im Netz sind begeistert. «Echt cool», schreibt der US-Theologe und Vatikananalyst Rich Raho aus Chicago auf X. Und die mexikanische Katholikin «Catholic Susie» kommentiert: «Der Mann im Cockpit mag Papst Leo XIV. gewesen sein, aber der, der jede Sekunde davon genossen hat, das war Robert Prevost.» (Gelesen im «Tagesspiegel»)
Ikea setzt Schwedens sonnigstem Fleck ein Denkmal
Schweden hat eine neue Sehenswürdigkeit – und sie ist gerade einmal einen Quadratmeter gross. Gemeinsam mit Wetterexperten hat das Möbelhaus Ikea den angeblich sonnigsten Quadratmeter des Landes identifiziert und daraus gleich eine neue Sommerattraktion gemacht. Der Ort liegt auf der Insel Gotland vor der schwedischen Ostküste. Dort markieren heute zwei steinerne Sessel – inspiriert vom Ikea-Gartenstuhl «Skarpö» – exakt jene Stelle, die in den vergangenen 20 Jahren am meisten Sonnenstunden gesammelt haben soll. Grundlage dafür bildeten Satellitendaten zur Sonneneinstrahlung aus den Jahren 2005 bis 2025, die Ikea gemeinsam mit dem schwedischen Wetterinstitut SMHI ausgewertet hat. Das Resultat: durchschnittlich 2137 Sonnenstunden pro Jahr – fast sechs Stunden Sonne pro Tag. Ob daraus tatsächlich ein neues Pilgerziel für Sonnenhungrige wird, bleibt offen – Aufmerksamkeit hat der wohl sonnigste Quadratmeter Schwedens aber bereits jetzt. (Gelesen bei «Resumé»)