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Airlines haben die Koffer besser im Griff
Die Airlines haben ihr Gepäckhandling im vergangenen Jahr markant verbessert. Laut dem neuen «Baggage IT Insights Report» des Luftfahrttechnologie-Unternehmens Sita sank die Zahl verspäteter, verlorener oder beschädigter Koffer weltweit um 23 Prozent. 2025 wurden noch 4,9 Gepäckstücke pro 1000 Passagiere fehlgeleitet, nachdem es im Vorjahr 6,3 gewesen waren.
Trotz dieser Fortschritte bleibt das Problem kostspielig. Nach Schätzungen von Sita verursachten fehlgeleitete Gepäckstücke der Branche im vergangenen Jahr Kosten von rund 6,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 5,1 Milliarden Franken). Im Durchschnitt kostet jedes falsch beförderte Gepäckstück die Airline rund 260 Dollar (210 Franken).
Internationale Flüge bleiben anfälliger
Als Hauptgründe für die Verbesserung nennt Sita den verstärkten Einsatz neuer Technologien. Dazu gehören Gepäckanhänger mit integriertem Chip, biometrische Systeme, automatisierte Gepäcksortieranlagen sowie KI-gestützte Datenplattformen, die Risiken frühzeitig erkennen und Abläufe optimieren. Auch Ortungsgeräte wie Apple Air Tags helfen Reisenden und Airlines dabei, Gepäck schneller wiederzufinden.
Deutlich grösser bleibt das Risiko auf internationalen Flügen. Weltweit wurden dort 9,12 Gepäckstücke pro 1000 Passagiere fehlgeleitet – mehr als fünfmal so viele wie auf Inlandsflügen mit 1,65 Gepäckstücken pro 1000 Reisenden. Laut Sita erhöhen zusätzliche Umsteigeverbindungen, mehrere beteiligte Bodenabfertiger und kurze Umsteigezeiten das Risiko, dass Koffer ihr Ziel nicht gleichzeitig mit ihren Besitzern erreichen.