Services

Für den 30. Juni sind in mehreren Städten Südafrikas Protestmärsche gegen illegale Einwanderung angekündigt. Behörden und Sicherheitskräfte bereiten sich auf mögliche Ausschreitungen vor. Bild: Unsplash / Palesa

Reisewarnung vor nationalem Protesttag in Südafrika

Südafrika blickt mit Sorge auf den 30. Juni: Für Dienstag haben verschiedene Gruppierungen zu einem landesweiten «National Shutdown» und Protestmärschen gegen illegale Einwanderung aufgerufen. Behörden und Sicherheitskräfte bereiten sich auf mögliche Ausschreitungen vor.

In Südafrika steigt die Anspannung vor den für Dienstag (30. Juni 2026) angekündigten Protesten gegen illegale Einwanderung. Zwar rechnen Beobachter nicht mit einem landesweiten Stillstand, dennoch warnen Behörden und Sicherheitsexperten vor lokalen Ausschreitungen.

Die Regierung will eine Wiederholung der schweren Unruhen vom Juli 2021 verhindern, bei denen rund 350 Menschen ums Leben kamen und Schäden in Milliardenhöhe entstanden. Sämtliche Polizeibeamten wurden für den 30. Juni aufgeboten, die Armee steht zum Schutz kritischer Infrastruktur bereit. Auch private Sicherheitsfirmen haben ihre Präsenz verstärkt.

Reisenden wird zu besonderer Vorsicht geraten

Das deutsche Auswärtige Amt empfiehlt laut dem Branchenportal «Reise vor 9», am 30. Juni Innenstädte zu meiden, Autofahrten auf das Nötigste zu beschränken und sich von grösseren Menschenansammlungen fernzuhalten. Reisende sollten zudem den Anweisungen der Sicherheitskräfte folgen.

Die Proteste richten sich gegen die aus Sicht der Organisatoren unzureichende Bekämpfung der illegalen Einwanderung. Regierung und Polizei betonen jedoch, dass Gewalt, Einschüchterung und fremdenfeindliche Übergriffe nicht toleriert würden. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Dienstag als normalen Arbeitstag zu behandeln.

Für Touristinnen und Touristen gilt: Die meisten Ferienregionen dürften vom Protestgeschehen kaum betroffen sein. Wer sich jedoch in grösseren Städten aufhält oder Ausflüge plant, sollte die aktuelle Lage aufmerksam verfolgen und kurzfristige Einschränkungen einkalkulieren.

(TN)