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Digitales Mautsystem in Kroatien startet im Frühling 2027
Wer künftig mit dem Auto nach Kroatien reist, kann sich auf eine spürbare Erleichterung einstellen. Das Land stellt sein Mautsystem grundlegend um und verabschiedet sich von den klassischen Mautstationen. Ab dem 1. März 2027 erfolgt die Bezahlung der Autobahngebühren digital.
Ziel der Umstellung ist es, die oft kilometerlangen Staus vor den Mautstellen zu vermeiden, die insbesondere in der Hochsaison regelmässig für Verzögerungen sorgen. Statt anzuhalten, wird die Maut künftig automatisch erfasst und abgerechnet.
Zwei Varianten zur Bezahlung
Für die technische Umsetzung sind landesweit 212 Mautportale mit insgesamt 1744 Kameras geplant. Autofahrende haben laut dem ADAC zwei Möglichkeiten, ihre Gebühren zu begleichen.
Die erste Variante ist die digitale Registrierung des Kennzeichens. Diese steht Töffs sowie Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen offen. Über ein Onlineportal wird das Nummernschild erfasst und mit einer Zahlungsmethode verknüpft. Kameras an den Autobahnauf- und -abfahrten erkennen das Fahrzeug, die streckenabhängige Maut wird automatisch abgebucht. Wer sich nicht im Voraus registriert, kann dies künftig auch kurzfristig über spezielle Schnellregistrierungsspuren nachholen.
Alternativ können Reisende eine Mautbox (ENC-Gerät) verwenden, die im Fahrzeug installiert wird. Dieses System funktioniert ähnlich wie bekannte Lösungen in anderen europäischen Ländern. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen – etwa Lastwagen und Busse – ist diese Variante verpflichtend.
Mit dem neuen, schrankenlosen System will Kroatien den Verkehrsfluss deutlich verbessern und die Reisezeiten verkürzen. Ursprünglich war die Einführung bereits für Herbst 2026 geplant, nun verzögert sich das Projekt jedoch um einige Monate.