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Kofferfolie an Flughäfen soll verboten werden
Was früher als übertriebene Vorsicht galt, wurde für viele Flugreisende zur Routine: Koffer, die am Flughafen mit transparenter Folie umwickelt werden. Die sogenannte Kofferfolie soll Gepäck vor Kratzern, Aufplatzen, Diebstahl und Manipulation schützen. Doch genau diese Praxis steht in Europa vor dem Aus, wie «T-Online» berichtet.
Hintergrund ist eine EU-weite Regulierung zur Reduktion von Verpackungsabfällen. Die entsprechende Richtlinie stuft Einweg-Kunststoffverpackungen an Flughäfen – darunter auch Folien für Koffer und Taschen – als nicht mehr zulässig ein. Das Verbot soll schrittweise bis Ende 2027 umgesetzt werden, spätestens ab 2030 ist ein vollständiger Bann vorgesehen. Ziel ist es, Kunststoffabfälle deutlich zu reduzieren und unnötigen Abfall im Reiseverkehr zu vermeiden.
Die Kritik an der Kofferfolie ist nicht neu. Neben der Umweltbelastung verursacht sie auch operative Probleme: In Gepäckförderanlagen kann sich die Folie lösen, hängen bleiben oder Maschinen blockieren. Einige Flughäfen haben deshalb bereits vor Jahren reagiert und das Umwickeln von Gepäck untersagt. Auch der zusätzliche Entsorgungsaufwand spielte bei diesem Entscheid eine Rolle.
Für Reisende bedeutet das Verbot jedoch nicht, dass sie auf Schutz verzichten müssen. Als Alternativen gelten robuste Koffergurte, die den Inhalt zusammenhalten, sowie TSA-Schlösser, die ein unbefugtes Öffnen verhindern und gleichzeitig Zollkontrollen ermöglichen. Zudem sind wiederverwendbare Textil- oder Kunststoffüberzüge erhältlich, die das Gepäck vor Kratzern schützen, ohne als Einwegprodukt im Abfall zu landen.