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Die Führungsriege von Hotelplan Suisse mit dem neuen Markenbotschafter Didier Cuche (3.v.r.) ist zuversichtlich für das aktuelle Geschäftsjahr (v.l.): Pino Andreano, Kenny Prevost, Nicole Pfammatter, Prisca Huguenin-dit-Lenoir und CEO Kurt Eberhard.

Hotelplan Suisse rechnet mit einem soliden Geschäftsjahr

Trotz leichter Sommerflaute wegen dem höheren Eurokurs und der Fussball-WM ist der Reiseveranstalter zuversichtlich. Für die kommende Wintersaison 2018/2019 werden wieder Kontingentsplätze für Badeferien-Destinationen im Langstreckenbereich ins Programm aufgenommen. Und als neuer Markenbotschafter konnte Ski-Legende Didier Cuche gewonnen werden.

Halbzeit bei Hotelplan: Für das Geschäftsjahr 2017/2018 (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) zieht Hotelplan Suisse eine zuversichtliche Zwischenbilanz, wie CEO Kurt Eberhard an der heutigen Pressekonferenz bekannt gab. Obwohl durch die Fussball-WM die Buchungen für Ferien zwischen Juni und Mitte Juli 2018 gegenüber Vorjahr rückläufig sind, wurden bereits knapp dreiviertel der budgetierten Reservationen bis Ende Geschäftsjahr 2017/2018 getätigt. Für die kommenden Sommerferien rechnet der grösste Schweizer Reiseveranstalter mit Vollsortiment allerdings noch mit vermehrten kurzfristigen Buchungen. Griechenland, Spanien und Zypern gehören für diese Sommersaison zu den Top-3-Destinationen im Badeferien-Bereich. Die Destinationen Ägypten, Tunesien und die Türkei weisen prozentual den grössten Anteil an Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr auf, gefolgt von Costa Rica und Marokko; in Europa wachsen Norwegen und Finnland am stärksten.

Zu den Flop-Destinationen gehören, zuoberst, Kuba, welches laut Eberhard einen «Sättigungsgrad» erreicht hat, darüber hinaus auch Grossbritannien, die Niederlande, Kroatien, allerdings auch Spanien und Portugal; auf der Langstrecke leiden die USA. Trotzdem ist Spanien weiterhin grösste Destination bei Hotelplan, gemessen an Passagieren, vor Deutschland und den USA.

Hinsichtlich der Preisentwicklung lässt Eberhard wissen, dass der Erlös pro Passagier im Touroperating, also in der Eigenproduktion, von 1135 auf 1194 Franken gesteigert werden konnte. Im Retailing liegt der durchschnittliche Erlös pro Passagier etwas höher, auch dort hat der Preis pro Passagier um ca. 60 Franken zugenommen, auf neu 1612 Franken. Das bedeute nicht, dass die Angebote per se teurer geworden seien, sondern vor allem, dass hochwertige, beratungsintensive Reisen weiter an Wichtigkeit zunehmen.

Für die kommende Wintersaison 2018/2019 rechnet Hotelplan Suisse mit noch einmal verstärkter Nachfrage für Finnisch-Lappland und Nordnorwegen im Individual-Reisebereich sowie für die Karibik, den Indischen Ozean und Thailand im Langstrecken-Badeferiengeschäft. Daher wurden für diese Destinationen entsprechende Flugplätze eingekauft. «Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Jahr die Umsatzzahlen trotz kompetitivem Umfeld steigern können», erklärt Eberhard, und verweist darauf, dass Hotelplan Suisse «sicher schwarz abschliessen» werde, doch sei es noch zu früh für nähere Angaben, zumal man erst auf Stufe des Forecast 2 sei.

Aufgeteilt auf die Marken macht Hotelplan 52% des Passagieraufkommens aus, gefolgt von Travelhouse (23%), Migros Ferien (22%), TPT (2%) und Globus Reisen (1%). Aufgeteilt auf die verwendeten Abflughäfen, fallen 75% auf Zürich, 18% auf Genf, 4% auf Bern und 2% auf Basel. Und aufgeteilt nach Sprachregionen kommen 73% der Kundschaft aus der Deutschschweiz, der Rest aus der Romandie. Laut Eberhard habe man natürlich auch Kunden aus dem Tessin, doch kein italienisches Produkt, weshalb diese Kunden entweder dem deutschen oder französischen Anteil zugerechnet werden.

Zufriedene Kunden

Neu hat Hotelplan Suisse vor einem Monat auch eine grosse Kundenumfrage gestartet. Bislang wurden 8369 Fragebogen verschickt, 2213 wurden bislang beantwortet (68% offline und 32% online), was eine gute Rücklaufquote ist. Wichtige Erkenntnisse: Kunden schätzen offenbar die kompetente Beratung als Kriterium für die Wahl eines Hotelplan-Reisebüros und war dabei auch «sehr zufrieden» mit der Beratung. Wichtige Kriterien im Online-Bereich waren nebst dem Preis vor allem auch die Bekanntheit der Marken. Beim NPS (Net Promoter Score) wurde bei Offline-Buchungen mit 72 ein sehr respektabler Wert erreicht, bei Website-Buchungen mit 37 ein etwas tieferer Wert, was auch mit der fehlenden Kundenberatung zusammenhängt.

In einer zweiten Phase wird dann noch die Kundenzufriedenheit nach der Reise anhand eines zusätzlichen Fragebogens eruiert.

Das sind die News im Winter-Flugplan 2018/2019

Für die am 1. November 2018 beginnende Wintersaison 2018/2019 bietet Hotelplan Suisse eine breite Palette an Flügen mit Kontingentsplätzen an. Neu ist wie erwähnt, dass auch auf Langstreckenzielen der Edelweiss Air wieder Kontingentsplätze vorhanden sind. Neu sind auch ganzjährige Flüge ab Zürich nach Larnaka sowie die Verbindung ab Genf nach Hurghada. Die wesentlichen Punkte unten in Kürze; den detaillierten Flugplan mitsamt ab-Preisen finden Sie unter diesem Link.

Ab Zürich

Mittelstrecke: Im November fliegt Hotelplan Suisse wöchentlich mit Direktflügen von Edelweiss Air nach Zypern (Larnaca). Zudem werden auch Lanzarote mit Vueling jeweils samstags und Hurghada mit Edelweiss Air angeflogen. Mit Tunisair geht es jeweils nach Tunis. Neu werden Direktflüge mit Edelweiss Air nach Eilat angeboten.

Langstrecke: Zwischen Anfang November 2018 und Ende April 2019 werden jeweils mittwochs und samstags Direktflüge mit Edelweiss Air nach Punta Cana, Cancun, Malé und Phuket sowie jeweils dienstags und freitags nach Mauritius angeboten.

Skandinavien: Von Ende Dezember 2018 bis Anfang März 2019 stehen jeweils samstags Direktflüge von Zürich nach Kittilä sowie nach Ruka/Kuusamo in Finnisch-Lappland mit Helvetic Airways zur Verfügung. Zudem sind ebenfalls jeweils samstags Direktflüge mit Helvetic Airways nach Tromsø in Nordnorwegen
im Angebot.

Ab Genf

Mittelstrecke: Neu stehen jeweils samstags Flüge mit Easyjet nach Hurghada zur Verfügung sowie mit Tunisair nach Tunis. 

Langstrecke: Zwischen Ende Oktober 2018 und Mitte Februar 2019 werden jeweils freitags Direktflüge mit Air Mauritius nach Mauritius angeboten.

Wie bisher bietet Hotelplan Suisse weitere Destinationen zu tagesaktuellen Preisen mit sämtlichen Fluggesellschaften an. 

Das sind die Highlights im Winterangebot

Zu den Top-Destinationen im aktuellen Sommer zählen laut Nicole Pfammatter (Director Shorthaul) Kreta, Zypern und Mallorca. Letzteres, wie auch gewisse griechische Destinationen, sind allerdings leicht rückläufig, unter anderem wegen mangelnder Flugkapazitäten und erhöhten Hotelpreisen. Besonders stark am wachsen seien Zypern, aber auch Ägypten.

Im Bereich der Städte gab es riesiges Wachstum in Hamburg, stark ist die die Nachfrage für Wien, London, Lissabon (trotz negativem Wachstum) oder Rom. Stark eingebrochen sei die Nachfrage für Barcelona. Als quasi neue Alternative für Lissabon, wo es Kapazitätsprobleme gibt, biete sich Porto an.

Ebenfalls deutet Pfammatter darauf hin, dass das Angebot bei Migros Ferien generell sehr stark ausgebaut wurde, in der Breite wie in der Tiefe. Das Hotelangebot wurde ebenso klar ausgebaut wie auch das Angebot an Skiferien im Alpenraum, es wird aber auch auf der Langstrecke ausgebaut. Den Hauptharst des Umsatzes bilden derzeit aber noch nach wie vor die klassischen Badeferien.

Bei den Spezialisten und der Langstrecke wird der grösste Umsatzanteil laut Pino Andreano (Director Longhaul & Specialists) weiterhin mit Nordamerika/Ozeanien erzielt, gefolgt von Afrika/Indian Ocean und den Kreuzfahrten. Hinsichtlich der Buchungstrends ist es so, dass vor allem der Indische Ozean im Vormarsch; Nordamerika und Ozeanien sind jeweils leicht rückläufig, ebenso Lateinamerika, wegen Kuba.

Im Bereich Spezialisten/Modular sind die Top-Seller in Bezug auf Passagiere die Kreuzfahrten, gefolgt von den USA, Thailand, Kanada, Grossbritannien, Kuba, den Malediven, Finnland, den V.A.E. und Australien. In Bezug auf das Wachstum (year over year) liegt Marokko an der Spitze, gefolgt von Finnland, Costa Rica, Norwegen, den V.A.E., Tansania, den Malediven, Australien, Neuseeland und Südafrika.

News nach Marken

Hotelplan Suisse ist im kommenden Winter mit einem vielfältigen Angebot auf dem Markt präsent. So offerieren die Reisemarken Globus Reisen, Travelhouse, Tourisme Pour Tous, Hotelplan, powder finder und Migros Ferien abwechslungsreiche Ferien- und Reise-Erlebnisse für jeden Geschmack.

Die Premium-Marke Globus Reisen bietet im Winter 2018/2019 unter anderem die «Fotoreise Costa Rica» mit dem Profifotografen Florian Kuster (27. November bis 12. Dezember 2018 sowie 5.-20. März 2019) an.

Die Spezialisten-Marke Travelhouse fokussiert aufgrund grosser Nachfrage für Winterferien im hohen Norden auf das Angebot in Finnisch-Lappland, sowohl in der Region Kittilä als auch in Ruka/Kuusamo. Im Langstrecken-Bereich wurde das Angebot im Indischen Ozean, in der Karibik und in Asien erweitert. Bereits abgeflogen ist der Kreuzflug, der laut Kenny Prevost (Director Sports/Special Tours) eine grosse Vorbereitungszeit benötigte, dabei aber ein grosser Erfolg war. Am Rande wurde auch noch bekannt, dass die aktuell noch als Handelsmarken gebräuchlichen Travelhouse-Marken (z.B. Africantrails oder Falcontravel) definitiv aufgegeben werden, was sich bereits seit längerem abgezeichnet hatte. In der Kommunikation setzte Hotelplan schon länger nur noch auf Travelhouse. Nostalgiker von Reisebaumeister-Zeiten dürfte das schmerzen; wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft dürften dieser Schritt nicht haben.

Zudem wurde das Golfreisen-Angebot mit einem speziellen Golfreisen-Katalog von Travelhouse ausgebaut. Als Markenbotschafter konnte der aktuell beste Schweizer Golfprofi, Joel Girrbach, verpflichtet werden.

Die Marke Hotelplan publiziert wieder einen Rundreise-Folder, in dem begleitete Rundreisen angeboten werden, beispielsweise nach Südafrika, Japan, in den Iran oder nach Grönland, Portugal und Italien. Neu sind darin die Destination Eilat sowie Nilfahrten. Im Städtereisen-Bereich können Ausflüge vor Ort neu direkt online gebucht werden. Winterferien-Angebote werden in Süddeutschland ausgebaut. Zudem bietet Hotelplan neu auch Sportreise-Packages an die Marathons in Berlin, Chicago und New York an. Ausserdem wird im April 2019 ein Tennis-Camp in Alicante mit dem Schweizer Ex-Tennisprofi Marco Chiudinelli angeboten. Nach dem Erfolg des ersten «Bootcamps» im Mai 2018 auf Mallorca wird dieses sportliche Angebot wiederum im Frühling 2019 stattfinden. Auf hotelplan.ch sind zudem für Kreuzfahrten erstmals dynamisch generierte Packages mit Flügen, Transfers sowie Unterkünften vor oder nach der Kreuzfahrt buchbar.

Der Ski- und Heliski-Spezialist powder finder bietet neben individuellen Heliski-Arrangements auch Ski- und Snowboard-Spezialreisen an Destinationen wie Kanada, Alaska, Schweden, Island, Indien, Chile oder Kamtschatka in Russland oder neu auch in die Türkei und die Pyrenäen an. Im März 2019 wird eine
10-tägige Heliski-Reise nach Kanada (inklusive 2 Tage Ski fahren in Lake Louise) in Begleitung von Ex-Skiprofi Daniel Mahrer durchgeführt. Ende März 2019 wird eine weitere Kanada-Heliski-Reise mit der Ski-Legende Didier Cuche und dem Heliski-Unternehmen CMH angeboten. Nicht zuletzt bietet powder finder für Ski-Fans eine exklusive 5-tägige Ski-Weltcup-Reise nach Levi an, bei der man neben VIP-Tickets für die FIS-Weltcup-Rennen auch Blicke hinter die Kulissen erhält und exklusiv Stöckli-Skis testen kann. Aktuell bleibt alles online buchbar, also ohne Katalog, mit Schwerpunkt auf Heliski.

Aufgrund grosser Nachfrage bei der Marke Migros Ferien wird das Angebot an die Langstrecken-Destinationen für Mauritius, Thailand und Dubai sowie für Actifit-Wochen weiter ausgebaut. Nebst Yoga und Wellness-Ferien stehen auch Bike- und Tennis-Wochen auf dem Programm. Skipauschalen-Angebote werden zusätzlich mit Ferienwohnungen in Davos ausgebaut und neu ist im Winter auch Crans-Montana im Programm.

Eine Übersicht über die einzelnen Kataloge gibt es unter diesem Link. Und noch etwas: Ski-Ass Didier Cuche ist ab sofort und für die nächsten drei Jahre Markenbotschafter von Hotelplan Suisse.

Es geht nach Athen

Wie es bei der Präsentation der Winterprodukte bereits Tradition ist, geht es im Anschluss an die Pressekonferenz wieder auf einen 36-stündigen Überraschungstrip. Nachdem es in den letzten Jahren nach Mykonos, Tromsö und Krakau ging, heisst das diesjährige Reiseziel Athen, wie die Medienschar im Anschluss an die Pressekonferenz erfuhr. Auf den Social Media unter dem Hashtag #24HPTrip lässt sich die Reise verfolgen. Der neue Markenbotschafter Didier Cuche ist auf der Reise nach Athen mit dabei.

(JCR)