Rail & Road
Zugunglück Bad Aibling: Wegen Handy
Es ist eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland in den vergangenen Jahren. Nun sitzt der Fahrdienstleiter in Untersuchungshaft — ihm wird fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Der 39-Jährige soll bis kurz vor dem Zusammenprall mit einem Online-Spiel auf seinem Handy beschäftigt und davon abgelenkt gewesen sein.
Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs, sehen die Ermittler eine direkte Verbindung zwischen dem Bedienen des Handys und des Zusammenstosses. Der Fahrdienstleiter habe aufgrund des Handy-Spiels den Zügen falsche Signale gegeben und später bei Notrufen am Funkgerät falsche Tastenkombination gedrückt.
Die Ermittlungen dauern an. Bis heute haben sich aber keine Hinweise auf technische Störungen an den Fahrzeugen oder an der Strecke ergeben, die Ursache für die Katastrophe sein könnten. Der Zusammenprall zweier Züge am 9. Februar forderte elf Tote und 85 teils lebensgefährlich Verletzte.