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Start-up lässt Reisende ab Bern über neue Flüge mitentscheiden
Nach einer Testphase im Juni und Juli baut das Fluglinien-Start-up Vini sein Angebot am Flughafen Bern aus. Die Verbindung nach München kann ab September für jeden Wochentag angefragt werden, wie es in einer Mitteilung heisst.
Bisher flog Vini dreimal wöchentlich zwischen Bern und München. Künftig können Passagiere die Verbindung für jeden Wochentag auswählen. Sobald für einen zusätzlichen Flug genügend Nachfrage zusammenkommt, nimmt Vini ihn ins Programm auf.
60 bis 65 Prozent Auslastung nach München
Die Bilanz der ersten Monate fällt laut Vini positiv aus. Auf der Strecke Bern–München wurden im Juni und Juli 31 Flüge mit 122 Passagieren durchgeführt. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 60 bis 65 Prozent, die operative Pünktlichkeit bei 99 Prozent.
Alle angekündigten Flüge fanden statt. Weitere zwölf Reisende nutzten Verbindungen in Richtung Augsburg und Stuttgart. Nach einer Sommerpause nimmt Vini den Flugbetrieb ab Bern im September wieder auf.
Mit «Make It Fly» können Reisende zudem Verbindungen anstossen, die bisher nicht angeboten werden. Als erstes Beispiel nennt das Unternehmen St. Tropez. Kommt ein solcher Flug mangels Nachfrage nicht zustande, entstehen den Interessenten keine Kosten.
Reisende geben Strecke, Reisetag, gewünschte Abflugzeit und ihre zeitliche Flexibilität an. Das Unternehmen bündelt die Wünsche und bestätigt eine Verbindung, sobald genügend Passagiere zusammenkommen. Auf der Website lässt sich verfolgen, wie weit ein gewünschter Flug von der nötigen Nachfrage entfernt ist.
Gleichzeitig dienen die Anfragen Vini als Grundlage für die Netzplanung 2027. Strecken, für die sich wiederholt genügend Interessenten finden, könnten schrittweise zu regelmässigen Verbindungen ausgebaut werden.