Trips & Travellers
Fake-Attraktion begeistert Touristen – Mann auf Kokain verwüstet Luxushotels
Drama am Mount Fuji
Der Mount Fuji ist der höchste Berg Japans und der Aufstieg kein Kindespiel. Das bekam auch ein 7-jähriger Junge aus der japanischen Stadt Nagoya zu spüren: Nach sechs von insgesamt zehn Stationen, die er mit seinem Vater und seinem zwölf Jahre älteren Bruder gewandert war, ging ihm die Puste aus. Umkehren oder eine Pause einlegen, kam für den Vater jedoch nicht infrage. Kurzerhand befahl er dem Sohn, auf einer Bank zu warten, bis sie zurückkommen. Das Kind hätte etwa sieben Stunden alleine auf die beiden warten müssen, wäre nicht ein Mitarbeiter einer Berghütte auf den Jungen aufmerksam geworden. Dieser alarmierte umgehend die Polizei, der den Vater zur Rückkehr zwang. «Ich habe eine vorschnelle Entscheidung getroffen und bereue es zutiefst», sagte der Vater gegenüber lokalen Medien. Wie lange das Kind alleine war, ist unklar. (Gelesen bei «Japan Today»)
Hirsch geht auf Touristen los
Zwei Touristen mussten es am eigenen Leib erfahren, dass man wilden Tieren nicht zu nahe treten sollte. Im italienischen Nationalpark Abruzzen kam es innerhalb von zwei Tagen zu zwei Vorfällen, bei denen ein Hirsch auf Menschen losging. Nahe dem Lago di Scanno, dem berühmten herzförmigen See, näherten sich mehrere Touristen dem Tier, um es zu streicheln und zu füttern. Laut lokalen Medien war der Hirsch seit Tagen von Schaulustigen umringt und hatte irgendwann die Schnauze voll: Er griff zwei Männer an, die zu Boden stürzten und glücklicherweise unverletzt blieben. Momentan ist gerade Paarungszeit, weshalb der Hirsch besonders aggressiv reagierte. Bürgermeister Giovanni Mastrogiovanni kündigt eine mögliche Verordnung an, die das Annähern an Wildtiere untersagt. Die Nationalparkverwaltung prüft, ob das Tier gar umgesiedelt werden soll. (Gelesen bei «NADR»)
Fake-Attraktion in Italien
Der 69-jährige Italiener Franco Malosso, der sich auch Franz von Rosenfranz nannte, führte über 20 Jahre hinweg Touristen durch ein von ihm entdecktes römisches Theater in der venetischen Kleinstadt Arcugnano. Er behauptete, das «Anfiteatro Berico» sei 2005 durch einen Erdrutsch freigelegt worden und erzählte Besuchern, Julius Cäsar und Kleopatra hätten die Anlage nach einer Ägypten-Reise besucht und Shakespeares Julia habe dort gelebt. In Wahrheit beauftragte er Jahre zuvor ortsansässige Bauunternehmen, an einem malerischen Hang Sitzgelegenheiten und Treppen zu errichten, und diese künstlich zu altern. «Definitiv einer der schönsten Orte, an denen ich je gewesen bin», waren Besucher überzeugt. Für den Besuch der rund 5000 Quadratmeter grossen «antiken» Stätte verlangte er von den Menschen bis zu 40 Euro Eintritt. 2016 flog der Betrug auf und nun, zehn Jahre später, wurde Malosso wegen Fälschung von Kunstwerken, ungenehmigter Bauarbeiten und der Zerstörung einer geschützten Landschaft inhaftiert. (Gelesen bei «CNN Travel»)
Unbekannter Koloss am Ferienstrand
Die Strandbesucher im italienischen Alassio staunten nicht schlecht, als ein riesiges, schwarzes Objekt unbekannter Herkunft an den Strand gespült worden war. Der grosse Zylinder weckte die neugierigen Strandbesucher, die sofort über die Herkunft spekulierten und den Anblick in den sozialen Medien verbreiteten. Auch die Behörden waren schnell vor Ort und sperrten den Fundort mit Absperrband ab. Schnell war klar: Das Fundstück ist nicht gefährlich und mit grosser Wahrscheinlichkeit ein sogenannter Fender. Diese werden zum Schutz des Rumpfes von grossen Schiffen eingesetzt, damit ein direkter Aufprall des Schiffs an einer Hafenmauer verhindert werden kann. (Gelesen bei «Rai News»)
Gast wütet in Zürcher Luxushotels
Er hat sich vom Fernseher verfolgt gefühlt und hörte Stimmen – deshalb riss ein heute 34-jähriger Aargauer im Oktober 2024 kurzerhand Vorhänge herunter, zerstörte Möbel, Lampen und Fernseher und warf Gegenstände in die Badewanne. Und das nicht irgendwo, sondern in zwei Zürcher Luxushotels – im renommierten Baur au Lac und dem Hotel Storchen, wo ein Zimmer pro Nacht zwischen 900 und 1000 Franken kostet. Der Sachschaden beläuft sich auf 75’500 Franken, die Hotels und Versicherungen fordern satte 167’000 Franken. Der Mann erklärte vor dem Bezirksgericht Zürich, dass er im Kokainrausch gehandelt habe. Er wies sich daraufhin selbst in eine psychiatrische Klinik ein, wo ein schizophrenes Krankheitsbild festgestellt wurde. Er erwirkte durch die Diagnose eine Milderung der Strafe. Eine bedingte Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 30 Franken, mit einer Probezeit von zwei Jahren und einer zusätzlichen Busse von 200 Franken wegen Kokainbesitz. (Gelesen bei «20 Minuten»)