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Algen trüben Badespass in Italien
Sonne, Meer und Strand: Italiens Küsten zählen auch bei Schweizer Feriengästen zu den beliebtesten Sommerzielen. Doch in mehreren Regionen haben die Behörden in diesem Sommer erhöhte Algenkonzentrationen festgestellt. Betroffen sind laut «Tages-Anzeiger» unter anderem Küstenabschnitte in Apulien, Latium, Ligurien, Sizilien und der Toskana.
Teilweise wurden vorübergehende Badeverbote verhängt, etwa im apulischen Molfetta oder in Santa Marinella bei Rom. An einigen Orten verfärbte sich das Wasser gelb oder grün. Verantwortlich dafür sind unter anderem Algenarten wie Pyramimonas, Alexandrium taylori und Caulerpa cylindracea. Sie gelten nicht als giftig und sind für Badegäste vor allem optisch störend.
Mikroalge kann Beschwerden auslösen
Anders sieht es bei Ostreopsis ovata aus. Die mikroskopisch kleine Alge kann Giftstoffe produzieren und ist im Wasser mit blossem Auge kaum zu erkennen. Ein direkter Kontakt beim Baden ist für Beschwerden nicht zwingend nötig: Bei starkem Vorkommen können Bestandteile durch die Gischt in die Luft gelangen.
Mögliche Folgen sind Reizungen der Atemwege und Augen, Fieber oder Übelkeit. Die Beschwerden treten meist wenige Stunden nach dem Kontakt auf und verschwinden in der Regel innerhalb von zwei Tagen wieder.
Ostreopsis ovata stammt ursprünglich aus tropischen und subtropischen Gewässern, hat sich aber im Mittelmeer ausgebreitet. Hohe Wassertemperaturen und längere Phasen mit ruhigem Meer begünstigen ihre starke Vermehrung. Die Alge siedelt sich vor allem am Meeresboden sowie auf Steinen und Felsen an.