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Neue Welterbestätte in Thailand
Thailand hat eine weitere Unesco-Welterbestätte. Der Wat Phra Mahathat Woramahawihan in Nakhon Si Thammarat, knapp 800 Kilometer südlich von Bangkok, wurde während der 48. Sitzung des Welterbekomitees in Busan in die Welterbeliste aufgenommen. Das teilt die thailändische Tourismusbehörde TAT mit.
Der im 8. Jahrhundert gegründete Tempel gilt als eines der bedeutendsten buddhistischen Zentren Südostasiens. Seine Architektur und religiösen Traditionen vereinen Einflüsse aus Nordostindien, Zentraljava, Sri Lanka und der Mon-Region im Süden Myanmars. Bis heute werden dort jahrhundertealte Bräuche gepflegt, darunter die jährliche Umhüllung des Reliquienheiligtums mit einem Tuch sowie das traditionelle Nora-Tanztheater.
Die thailändische Tourismusbehörde nimmt die Aufnahme zum Anlass für die Kampagne «The Twelve Sacred Discoveries Nakhon Si Thammarat: A Journey to World Heritage». Über das ganze Jahr hinweg sollen Besucherinnen und Besucher das religiöse und kulturelle Erbe der Provinz entdecken. Gleichzeitig will die TAT einen verantwortungsvollen Tourismus fördern, die lokale Bevölkerung stärker einbinden und zum langfristigen Erhalt der Welterbestätte beitragen.
Mit der neuen Auszeichnung zählt Thailand nun sechs Kultur- und drei Naturwelterbestätten. Zu den Kulturstätten gehören die historischen Städte Ayutthaya und Sukhothai, die archäologische Stätte Ban Chiang, die antike Stadt Si Thep, Phu Phrabat sowie neu der Wat Phra Mahathat Woramahawihan. Die drei Naturwelterbestätten sind die Wildschutzgebiete Thungyai und Huai Kha Khaeng, der Waldkomplex Dong Phayayen–Khao Yai sowie der Waldkomplex Kaeng Krachan.