Here & There
Neue Regeln für Bars und Restaurants in Spanien
Ein Glas Rotwein im Schatten und rundherum das Stimmengewirr einer belebten Gasse: Spaniens Terrassenkultur ist für viele Reisende ein fester Bestandteil der Ferien. Doch ausgerechnet diese Tradition gerät zunehmend unter Druck. Grund sind immer häufigere und intensivere Hitzewellen, die nicht nur Gäste, sondern vor allem das Personal belasten.
Eine Reform des landesweiten Tarifvertrags im Gastgewerbe setzt nun klare Leitplanken: Sobald die staatliche Wetteragentur AEMET Warnstufen ausgibt, müssen Betriebe reagieren. Reicht der Sonnenschutz nicht aus, kann der Service im Freien eingeschränkt oder ganz eingestellt werden, wie «Euronews» schreibt.
Eine komplette Schliessung bleibt zwar die letzte Option, ist aber möglich. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, riskiert im schlimmsten Fall eine Busse in der Höhe von mehr als 50'000 Euro (umgerechnet rund 46'000 Franken).
Für Reisende heisst das: Wer draussen essen möchte, sollte die heissen Stunden meiden und auf den Abend ausweichen. Innenbereiche bleiben meist geöffnet. Gleichzeitig lohnt sich die Anpassung auch aus gesundheitlicher Sicht, denn Temperaturen von bis zu 45 Grad sind längst keine Ausnahme mehr.