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Ausnahmezustand nach Rekordregen auf Hawaii
Ein ungewöhnlich heftiger Sturm hat Hawaii fast eine Woche lang fest im Griff gehabt und schwere Verwüstungen hinterlassen. Überflutete Strassen, Stromausfälle bei mehr als 130'000 Haushalten und zerstörte Infrastruktur prägen das Bild, wie der «Courthouse News Service» schreibt.
Ausgelöst wurde das Extremwetter durch das sogenannte «Kona Low» – ein seltenes Tiefdrucksystem, das die üblichen Wetterverhältnisse auf den Inseln umkehrt. Statt trockener Bedingungen auf der windabgewandten Seite brachte der Sturm dort sintflutartige Regenfälle. Allein in der Hauptstadt Honolulu wurden an einem Tag 140 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen – ein Rekordwert seit 1951.
Infrastruktur schwer getroffen
Besonders betroffen ist die Infrastruktur: Gerichte auf Oahu mussten schliessen, Strassen wurden beschädigt oder unpassierbar, und im Hawaii Volcanoes National Park fiel der Strom aus.
Auf Maui wurden Häuser von den Fluten unterspült, Strassen beschädigt und Bewohnerinnen und Bewohner evakuiert. Erdrutsche, eingestürzte Strassenabschnitte und beschädigte Stromleitungen schnitten ganze Gemeinden von der Aussenwelt ab.
Die Wassermassen setzten zudem Abwassersysteme ausser Kraft. In einzelnen Wohngebieten trat ungeklärtes Abwasser aus. Die Gesundheitsbehörden warnen derzeit vor Kontakt mit Gewässern.
Trotz erster Aufhellungen bleibt die Lage angespannt: Der Boden ist vollständig gesättigt, weitere Regenfälle könnten neue Überschwemmungen auslösen.