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Die Vista Klasse von Oceania Cruises – neben der Oceania Vista gehört nun auch die Oceania Allura dazu – punkten mit vorzüglicher Kulinarik wie auch eleganten Pool-Bereichen. Bild: Oceania

Oceania Allura verstärkt Flotte von Oceania Cruises

Mit der offiziellen Übernahme der Oceania Allura hat die Reederei ihr achtes Kreuzfahrtschiff in die Flotte aufgenommen und will neue Massstäbe bei Kulinarik und Komfort setzen.

Die Oceania Allura ist ein eleganter Neubau, angefertigt von der Fincantieri-Werft im italienischen Genua und ist das Schwesterschiff der 2023 in Dienst gestellten Oceania Vista. Beide gehören zur Vista-Klasse – einer Serie, die für kleine Schiffseinheiten mit gehobenem Anspruch steht. Die Allura bietet Platz für 1200 Gäste und verbindet klassisches Kreuzfahrtambiente mit Komfortstandards und einem Fokus auf Kulinarik.

Laut der Reederei ist die Oceania Allura das bislang innovativste Schiff der Flotte. Besonders betont wird dabei das Verhältnis von Crew zu Passagieren: Zwei Mitarbeiter kommen auf drei Gäste, wobei die Hälfte der Crew für den kulinarischen Bereich tätig ist. Auch das Raumangebot fällt grosszügig aus: Die Standardkabinen gehören mit mehr als 27 Quadratmetern zu den grössten ihrer Klasse auf See.

Kulinarik als Markenkern

Die Reederei setzt bei der Allura bewusst auf ihr Profil als kulinarisch geprägte Kreuzfahrtmarke. Das Schiff führt neue Restaurantkonzepte ein und interpretiert bestehende Angebote weiter. Neu an Bord ist etwa eine Crêperie, in der französische Crêpes, belgische Waffeln und italienische Eisbecher serviert werden.

Das französische Spezialitätenrestaurant Jacques, benannt nach dem langjährigen kulinarischen Direktor Jacques Pépin, wurde für die Allura überarbeitet. Auf der Karte stehen Klassiker wie Ente à l’orange in neuer Ausführung sowie am Tisch zubereitete Gerichte wie handgeschnittenes Beef Tartare.

Die Premierenfahrt der Oceania Allura erfolgt am 18. Juli 2025. Bild: Oceania

Einen erweiterten Menüansatz verfolgt auch das panasiatische Restaurant Red Ginger, das erstmals Gerichte der japanisch-peruanischen Nikkei-Küche anbietet. Dazu gehören unter anderem Thunfisch-Ceviche mit Leche de Tigre, geschmorte Rinderbäckchen mit Lomo-Saltado-Elementen und Tempura-Softshell-Krabben im Bao-Bun.

Im Hauptrestaurant, dem Grand Dining Room, wurden über 270 neue Rezepte eingeführt, darunter auch mehr als 30 neue Frühstücksgerichte mit verschiedenen Varianten von Eggs Benedict. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch ein neues Wine-Pairing-Lunch-Konzept in Zusammenarbeit mit dem Weingut Gerard Bertrand.

Moderne Ausstattung und neue Rückzugsorte

Neben den gastronomischen Neuerungen bietet die Oceania Allura auch in anderen Bereichen neue Akzente. Die Bibliothek wurde auf Deck 14 an einen neuen Standort mit Panoramablick verlegt. Dort lädt ein modernes Ambiente mit grossen Sesseln und literarischer Auswahl zum Verweilen ein.

Ein weiteres Novum ist das sogenannte LYNC Digital Center, in dem Gäste digitale Fähigkeiten vertiefen können – von Fotografie über Social Media bis hin zu Bildbearbeitung. Die Kurse werden von sogenannten «Digital Concierges» geleitet und sind im Reisepreis inbegriffen.

Start am 18. Juli 2025

Die Jungfernfahrt der Oceania Allura beginnt am 18. Juli 2025 in Triest und führt nach Athen. In der ersten Saison sind insgesamt 26 Reisen geplant, die Ziele im Mittelmeer, in der Karibik sowie in Kanada und Neuengland umfassen. Die feierliche Schiffstaufe soll im November 2025 in Miami stattfinden. Als Taufpaten fungieren mehrere frühere «Best New Chefs» der Zeitschrift Food & Wine.

Parallel zur Übernahme der Oceania Allura gab Oceania Cruises die Bestellung von zwei weiteren Neubauten der Sonata-Klasse bekannt. Damit wächst die geplante Zahl an Neubauten dieser Klasse auf insgesamt vier. Die Schiffe sollen zwischen 2027 und 2035 in Dienst gehen und jeweils Platz für rund 1390 Gäste bieten. Die Reederei setzt damit weiter auf kleine, designorientierte Schiffe mit hohem Serviceanspruch – ein Modell, das sich im Premiumsegment zunehmend bewährt.

(TN)