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Die Hitze führte in mehreren italienischen Städten zu Stromausfällen – unter anderem in Florenz. Bild: Adobe Stock

Hitze bringt italienisches Stromnetz ans Limit

Geldautomaten streiken, Aufzüge bleiben stecken, Läden schliessen: In mehreren italienischen Städten hat die Hitze am Dienstag zu Stromausfällen geführt. Der zuständige Energieversorger macht überhitzte Kabel und überlastete Klimaanlagen für die Strompanne verantwortlich.

In Italien ist am Dienstag (1. Juli) in mehreren Städten der Strom ausgefallen – vermutlich wegen der grossen Hitze. Im Zentrum der viel besuchten Grossstadt Florenz waren zahlreiche Geschäfte vorübergehend ohne Elektrizität, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Geldautomaten und Rolltreppen blieben ausser Betrieb, in zahlreichen Geschäften war nur noch Barzahlung möglich. Einige Läden sahen sich gezwungen, ganz zu schliessen. Auch im Grossraum Mailand geriet das Stromnetz an seine Belastungsgrenze.

Ebenfalls betroffen war die 120'000-Einwohner-Stadt Bergamo im Norden des Landes. Dort funktionierten in mehreren Stadtvierteln die Ampeln nicht mehr. Privatwohnungen, Geschäfte und Handwerksbetriebe waren ohne Strom. Mehrere Menschen steckten in Aufzügen fest.

In Italien liegen die Temperaturen seit Tagen vielerorts deutlich über 30 Grad. In mehr als einem Dutzend Städte wurde Hitze-Alarm ausgelöst, auch in der Hauptstadt Rom.

Der Energieversorger Enel vermutete, der Ausfall könne «mit der Hitze zusammenhängen, die zu einer Überhitzung und Ausdehnung der Stromkabel geführt hat.» Zudem bringe der Betrieb von Klimaanlagen das Netz an die Grenzen der Belastung.

(TN)