Flug
Ryanair verärgert Piloten und steht am Pranger
Neben fest angestellten Mitarbeitern setzt Ryanair Piloten, die von Agenturen vermittelt werde. Diese werden von den Agenturen aufgefordert, GmbHs oder Ich-Agenturen zu gründen, damit sie quasi selbständig agieren. Der Einsatz bei Ryanair erfolgt dann nach festen Plänen, bezahlt werden aber nur die effektiven Flugstunden.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelte deshalb schon vor Monaten gegen mehrere Firmen wegen Steuerhinterziehung und Nichtabführen von Sozialversicherungsbeträgen. Profiteur ist vor allem Ryanair. Ein ehemaliger Pilot verklagte nun seinen früheren Arbeitsgeber beim Arbeitsgericht in Wesel auf Feriengeld und Lohnfortzahlung. Sie einigten sich auf einen Vergleich. Die deutschen Krankenkassen fordern jetzt von den Personalvermittlern Nachzahlung von Sozialabgaben. Ryanair hält das sogenannte Contractor-Modell beim Piloteneinsatz weiterhin für legal und beruft sich auf EU-Recht.