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EDA rät wieder von Reisen nach Jordanien ab
Nachdem am 18. Juni 2026 die USA und der Iran eine Absichtserklärung für ein Ende der Kampfhandlungen unterzeichnet hatten, änderte das Eidgenössische Departemente für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die Reisehinweise und riet nicht mehr von Reisen nach Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Bahrain, Katar, Kuwait und Jordanien (Grenzregionen ausgenommen) ab.
Jetzt muss die Golfregion aber erneut einen Rückschlag verkraften. Nachdem es in den vergangenen zwei Wochen wieder zu Kampfhandlungen gekommen ist – unter anderem auf einen US-Stützpunkt in Jordanien, zwei US-Soldaten starben –, hat das EDA heute die Reisehinweise für Jordanien wieder angepasst. und schreibt: «Von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Jordanien wird abgeraten. Seit dem 8. Juli kam es an verschiedenen Orten in der Region, darunter auch in Jordanien, zu Angriffen und militärischen Schlägen gegen militärische und in einigen Fällen zivile Infrastruktur. Es besteht die Gefahr weiterer Angriffe und einer unvorhergesehenen Eskalation. Mit kurzfristigen Luftraumsperrungen und Flugausfällen muss gerechnet werden».
Zuletzt verzeichneten die Arabien-Spezialisten eine spürbare Erholung, wie eine Travelnews-Umfrage aufzeigte. War für Jordanien noch kaum eine Nachfrage festzustellen, zogen die Buchungen für die VAE und Oman wieder an.
Warnung über Jordanien hinaus
Typisch für Europa: Jedes Land bewertet die Sicherheitslage in der Golfregion aktuell unterschiedlich oder zumindest ist das Vorgehen und die Anpassung der Reisehinweise zeitlich nicht koordiniert. Bereits einen Schritt weiter als das EDA sind nämlich die niederländischen Behörden gegangen.
Das Aussenministerium der Niederlanden hat die Reisehinweise nicht nur für Jordanien, sondern auch für die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Saudi-Arabien, Kuwait und Teile von Oman verschärft. Für diese Reiseziele gilt nun die Warnstufe Orange, was bedeutet, dass nur noch notwendige Reisen empfohlen werden. Für Bahrain gilt inzwischen die Warnstufe Rot, von jeglichen Reisen wird abgeraten.
Auch vergangene Nacht sind Angriffe der USA auf den Iran erfolgt. Ziel sei es gewesen, Iran zur Rechenschaft zu ziehen und die Bedrohung der Handelsschifffahrt durch die islamische Revolutionsgarde zu verringern. Unterdessen attackierte Iran mit Raketen und Drohnen Kuwait. Für die Golfregion zeichnet sich ein Rückschlag ab, eine baldige Erholung scheint wieder in die Ferne zu rücken.