Flug
Bye bye, Mister Hogan
Ethiads bisheriger People & Performance Officer, der aus Irland stammende Ray Gammell, übernimmt die Leitung der Etihad Airways ab sofort ad interim, wie die Airline am Montag in Abu Dhabi mitteilte. Am 1. Juli trennen sich die Wege von Etihad und Hogan dann endgültig. Dies war der früheste Termin, nachdem Etihad Airways das Ausscheiden von Hogan für die zweite Jahreshälfte im Januar mitgeteilt hatte.
Hogan hatte Etihad seit 2006 zu einer weltweit bedeutenden Langstrecken-Airline mit etwa 120 Flugzeugen ausgebaut. Mit dem Einstieg bei schwachen Gesellschaften wie Air Berlin und Alitalia errichtete er ein internationales Partner-Netzwerk für Zubringerflüge nach Abu Dhabi.
Allerdings entpuppten sich diese Investitionen als Fass ohne Boden für die Araber: Etihad musste in den vergangenen Jahren für die immer höheren Verluste seiner Partner einspringen. An Alitalia hält Etihad 49 Prozent der Anteile, an Air Berlin 29 Prozent. Zudem hat Etihad der zuletzt mit einer Milliarde Euro verschuldeten deutschen Partnerin auf anderen Wegen mehrfach hunderte Millionen Euro zugeschossen.
Wird Christoph Müller neuer CEO der Etihad?
Gammell, der seit dem Jahr 2009 bei Etihad ist und zuvor bei Intel und der Royal Bank of Scotland tätig war, wird an der bereits eingeleitete Revision der Unternehmensstrategie festhalten.
Ebenfalls ausgetauscht wurde per sofort der Finanzchef: James Rigney übergibt an den bisherigen und seit zehn Jahren für Etihad als Group Treasurer tätigen Ricky Thirion. Rigney verlässt gemeinsam mit Hogan offiziell auf 1. Juli 2017 die Airline.
Als Ersatz für Hogan könnte der ehemalige Malaysia-Airlines-Chef, Christoph Müller, angeworben werde. Der Schweizer ist zurzeit als Digitalisierungschef für Emirates tätig und gilt als heissester Kandidat für den freigewordenen Chefposten des Golf-Carriers.