Flug

Kabinenpersonal dringend gesucht

Der Lufthansa fehlt es an Personal. Nun wird vorübergehend das Kabinenpersonal auf Langstreckenflügen reduziert.

Anfang Mai wurde bereits bekannt, dass es bei der Swiss einen Unterbestand beim Kabinenpersonal gibt. Die Schweizer Fluggesellschaft müsse deswegen Extraflüge streichen und werde auf gewissen Flügen mit weniger Flugbegleitern unterwegs sein als üblich.

Wie in deutschen Medien zu lesen ist, betrifft der Personalmangel aber nicht nur die Swiss, sondern die ganze Lufthansa-Gruppe. Hintergrund sei ein sehr hoher Krankenstand beim Kabinenpersonal und ein ausgeweiteter Sommerflugplan. Insgesamt wolle die Lufthansa bis Ende Jahr 1400 neue Flugbegleiter einstellen, die Gruppe sogar die doppelte Zahl.

Bis das neue Personal eingearbeitet ist, will die Lufthansa von Juni bis September bei Langstreckenflügen jeweils einen Flugbegleiter weniger mitfliegen lassen. Wie auf Spiegel Online zu lesen ist, sind Flüge in den Flugzeugtypen Airbus A330 und Boeing 747-400 von der Massnahme betroffen.

Die Lufthansa stellt klar, dass auf den betroffenen Flügen trotz der Reduktion noch immer die aus Sicherheitsgründen erforderliche Mindestbesatzung im Einsatz sei. Bei den Piloten komme es im gleichen Zeitraum zu Überstunden. Es gebe aber keinen Pilotenmangel, der zu Flugausfällen oder gar Flugzeugstilllegungen führe.

Die hohe Arbeitsbelastung der Lufthansa-Piloten wird seit längerem diskutiert. Die Piloten und der Konzern feilschen seit Jahren um einen neuen Konzerntarifvertrag, was nahezu einen Einstellungsstopp zur Folge hat. Piloten gäbe es zurzeit In Europa eigentlich noch genug, weltweit werden in den nächsten Jahren aber 558'000 Piloten gesucht (zum Bericht).

(TN)