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«Hallo Schatz, in einer halben Stunde lande ich»

Die Swiss testet die Telefonie an Bord der neuen Boeing 777.

Noch zwei Tage bis zur Landung der ersten Boeing 777-300ER der Swiss in Zürich. Und nun wird bekannt, mit welchen Kommunikationsmöglichkeiten die neuen Maschinen ausgestattet sein werden. Dass Internet am Bord verfügbar sein wird, war bereits bekannt. Neu ist, dass die Swiss auch die Roaming-Telefonie an Bord erlauben wird, in allen drei Reiseklassen. Mutter Lufthansa und Schwester Austrian Airlines sehen davon ab. LH-Konzernchef Carsten Spohr sagte noch im vergangenen September bei der Wifi-Ankündigung: „Telefonieren wird auch künftig nicht erlaubt sein". Es sei der klare Wunsch der Kunden, Telefongespräche zu verbieten.

Die Swiss kündigt aber jetzt eine Testphase an und beruft sich auf eigene, positive Marktforschungsergebnisse ihres Kundenstamms: Während einem Jahr wird Roaming-Telefonie samt SMS freigeschaltet. Die Preise für diese Dienste unterliegen den jeweiligen Vertragsbedingungen zwischen dem Telefonanbieter an Bord, AeroMobile, und dem jeweiligen Telefonanbieter des Fluggasts — und dürften zwischen drei und sechs Franken pro Minute betragen.

Das Wohlbefinden der Fluggäste bleibt aber ein Thema: die Roaming-Telefonie wird auf Nachtflügen nur während der Servicezeiten zugelassen. Sobald das Kabinenlicht ausgeschaltet wird, ist die Nutzung nicht mehr gestattet.

Beim Internet-Zugang an Bord bietet die Swiss an Bord der Boeing 777 drei verschiedene Datenpakete an. Für Fluggäste, die kurz ihre E-Mails prüfen oder wenige Webseiten besuchen, bietet die Airline  das 20 Megabyte-Datenpaket für 9 Franken an. Für Vielsurfer gibt es das 50 Megabyte-Datenpaket für 19 Franken. 120 Megabyte kosten 39 Franken.

Aktuell prüft die Swiss die Möglichkeit, ihre gesamte Langstreckenflotte, also auch die Flugzeuge des Typs Airbus 330 und 340, internetfähig zu machen.

(TN)