Flug

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Verwaltungsrat Urs A. Pelizzoni und CEO Tobias Somandin sehen die Germania Flug AG auf Kurs. Bild: TN

Germania Flug AG jetzt 100 Prozent schweizerisch

Die Schweizer Germania sieht sich auf Kurs, um das kommende Fluggeschäft aufrechtzuerhalten. Wer finanziell neu hinter der Airline steht, darüber herrscht Stillschweigen.

Nachdem die deutsche Schwestergesellschaft Germania am 4. Februar 2019 groundete, tauchten zum Weiterbestehen der Schweizer Germania viele Fragezeichen auf: Kann das Schweizer Fluggeschäft eigenständig beibehalten werden? Was passiert mit dem 40-Prozent-Anteil, den bisher die deutsche Germania in Händen hielt? Kann Germania Schweiz überleben?

Zwei Wochen nach dem Grounding der Schwester informierte heute Morgen die Germania Schweiz am HB Zürich. Die Hauptmessage: Germania Flug AG fliegt planmässig weiter und neu sind 100 Prozent der Aktien in Schweizer Hand.

Auf die mehrmalige Nachfrage der Medienvertreter, wer denn die bisherigen Aktionäre und die neuen Aktionäre sind, sagte Verwaltungsrat Urs A. Pelizzoni lediglich: «Auf Wunsch der Aktionäre geben wir das nicht bekannt.» Zu Details hinsichtlich der gesamten Aktionariats sei Stillschweigen vereinbart worden.

Delle beim Einzelplatzverkauf

«Wir sind auf Kurs und freuen uns über das grosse Vertrauen der Schweizer Reiseveranstalter und Reisebüros», sagte Pelizzoni, gleichzeitig räumte er auf die Frage von travelnews.ch ein, dass sich im Einzelplatzverkauf und Endkundengeschäft in den letzten Wochen eine Delle abgezeichnet hat. Die Unterstützung seitens der Reiseveranstalter sei in den letzten Wochen aber gut gewesen.

Nun mit der heutigen Pressekonferenz hoffen die Germania-Schweiz-Verantwortlichen, einen Befreiungsschlag machen zu können. Ob dies der Airline-Crew glückt, muss sich zeigen. Offensichtlich wurden Germania Schweiz auch seitens des BAZL bisher keine neuen Auflagen gemacht, die neue Finanzierungssituation rief das BAZL bisher nicht auf den Plan. Eine erfolgreiches Fortbestehen ist der 5 Jahre alten Airline zu wünschen – für die Mitarbeitenden wie auch für den gesamten Schweizer Reisemarkt, der sich mehrere Optionen im Chartergeschäft wünscht.

Verschiedene Prozesse seien nun im Gang, sagte Tobias Somandin. Dienstleistungen, welche bisher in Berlin erbracht wurden, werden künftig entweder in die eigenen Strukturen eingegliedert oder ausgelagert. Als neuen Flug kündigte die Airline eine Basel-Prishtina-Verbindung an.

Am ausgebauten Sommerflugplan 2019 hält die Germania Flug AG fest. «Der Ausbau der Kapazitäten im Sommer bleibt wie gehabt», sagte Somandin. Die Flugzeuge der Germania Flug AG werden wie bis anhin geleast. «Eine Leaseflotte gibt uns die Flexibilität, uns den Anforderungen unserer Kunden und Partner anzupassen».

Offen hält die Airline, ob es im Rahmen des Transformationsprozesses künftig einen Namens- und Markenwechsel geben wird.

(GWA)