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Der letzte Airbus A340-300 aus der Swiss-Flotte soll nach dem Ende seines Betriebslebens dauerhaft ins Verkehrshaus nach Luzern kommen. Bild: LX

Ein Swiss-A340 für das Verkehrshaus

Die Swiss und das Verkehrshaus der Schweiz wollen ein Stück Schweizer Luftfahrtgeschichte bewahren: Der letzte Airbus A340-300 aus der Swiss-Flotte soll ab 2028 im Verkehrshaus zu bestaunen sein. Noch sind einige Fragen offen.

Mit seinen vier Triebwerken und seiner markanten Silhouette prägte der Airbus A340-300 die Swiss-Langstreckenflüge in den letzten Jahren. Zuletzt betrieb die Airline noch vier der ursprünglich 15 Maschinen dieses Typs. Nun hält bekanntlich der Airbus A350 als Nachfolgemodell Einzug in der Swiss-Flotte. Der Ablöseprozess dauert bis 2027.

Doch was passiert mit den A340? Eine Maschine bleibt Flugzeug-Fans erhalten. Die Swiss und das Verkehrshaus der Schweiz wollen den letzten Airbus A340-300 aus der Swiss-Flotte dauerhaft in die Luftfahrtausstellung in Luzern integrieren.

Martin Ettlinger, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz: «Ein Airbus A340 im Verkehrshaus ist die einmalige Gelegenheit, ein bedeutendes Stück Schweizer Aviatikgeschichte zu bewahren und erlebbar zu machen. Die majestätische Maschine wertet unsere Luft- und Raumfahrtausstellung enorm auf. Der A340-300 passt genau in den dafür vorgesehenen Aussenraum vor der Luft- und Raumfahrthalle. Ein Flugzeug dieser Dimension nach Luzern zu bringen, ist allerdings eine ebenso grosse wie komplexe Aufgabe.»

Swiss spart die Kosten für Verschrottung

Die Swiss beabsichtigt, dem Verkehrshaus den letzten Airbus A340-300 ihrer Flotte zu schenken. «Wir wollen diesen A340 anfangs 2028 nach Luzern bringen. Jetzt gilt es, gemeinsam mit vielen Partnern, den aussergewöhnlichen Weg dorthin möglich zu machen», sagt Jens Fehlinger, CEO von Swiss

Immerhin spart die Swiss die Kosten für eine Verschrottung, die sich bei einem Grossraumflugzeug gegen 300'000 Franken belaufen. Denn die Kosten für Überführung, bauliche Massnahmen und die Erlebnisinszenierung des Innenraums trägt das Verkehrshaus. Die aktuellen Kostenschätzungen dafür gehen von einem hohen einstelligen Millionenbetrag aus.

Die Finanzierung muss bis Ende 2026 gesichert sein und soll wesentlich über Drittmittel von Stiftungen, Mäzenen und Unternehmen erfolgen. Ein Fundraising Committee unter aktiver Mitarbeit von Christoph Franz, Präsident des Vereins Verkehrshaus der Schweiz und ehemaliger CEO von Swiss, führt dazu bereits Gespräche. Wer das Projekt unterstützen will, findet unter diesem Link mehr Informationen dazu.

Neues Highlight der Luft- und Raumfahrtausstellung

Der A340 soll nicht einfach im Innenhof des Verkehrshauses als Ausstellungsobjekt abgestellt werden. Ziel ist es den Innenraum des Flugzeuges auf vielfältige Art und Weise zu inszenieren und als neues Highlight der Luft- und Raumfahrtausstellung zu präsentieren. Bereits heute ist mit der Convair 990 «Coronado» ein ehemaliges vierstrahliges Langstreckenflugzeug der Swissair Teil der Ausstellung. Mit dem Airbus A340-300 kommt ein weiterer Zeitzeuge hinzu.

Ein rund 125 Tonnen schweres Langstreckenflugzeug ins Verkehrshaus zu bringen, ist ein logistischer und technischer Kraftakt. Der A340 muss seinen Weg vom Flughafen Zürich nach Luzern finden, auf dem Gelände des Verkehrshauses platziert und dauerhaft in die bestehende Ausstellung integriert werden. Um die hohen technischen und logistischen Anforderungen zu erfüllen, sind detaillierte Machbarkeitsstudien, Spezialtransporte, bauliche Anpassungen und enge Abstimmungen mit Behörden nötig.

Noch ist deshalb nicht entschieden, ob der A340 tatsächlich seine letzte Reise nach Luzern antreten kann. Erst wenn Transport, Bewilligungen und Finanzierung gesichert sind, fällt der definitive Entscheid.

(TN)