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Gepäckstau am Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok: Wegen der Überschwemmungen kommt es zu Engpässen bei der Bodenabfertigung. Bild: X / Suvarnabhumi Airport

Hochwasser bringt Flugverkehr in Bangkok durcheinander

Nach tagelangem Starkregen beeinträchtigt das Hochwasser in Bangkok nun auch den Flugbetrieb. Bei Thai Airways fallen mehrere nationale und internationale Verbindungen aus. Am Flughafen Suvarnabhumi stapeln sich die Koffer.

Die schweren Überschwemmungen in Bangkok wirken sich auch auf den Flugverkehr aus. Thai Airways muss bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge streichen. Betroffen sind neben Inlandsverbindungen auch internationale Strecken.

Dazu gehören Flüge nach Frankfurt und München. Die Verbindung zwischen Bangkok und Zürich ist nach Angaben der Airline dagegen nicht von den angekündigten Annullierungen betroffen.

Die beiden Bangkoker Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben geöffnet. Reisende müssen jedoch mit Verzögerungen rechnen. Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT empfiehlt Passagieren, ihren Flugstatus vor der Abfahrt zu überprüfen und deutlich mehr Zeit für die Fahrt zum Flughafen einzuplanen.

Auch die Weiterreise nach der Landung kann länger dauern. Ankommende Passagiere berichteten, dass zeitweise nur wenige Taxis zur Verfügung standen. Einige Reisende wichen deshalb auf öffentliche Verkehrsmittel aus, wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) schreibt.

Probleme bei der Gepäckabfertigung

Besonders angespannt ist die Situation am Flughafen Suvarnabhumi. Überflutete Strassen erschweren vielen Angestellten die Fahrt zur Arbeit. Das führte zu Engpässen bei der Bodenabfertigung und zu einem Rückstau beim Gepäck.

Thai Airways setzte zusätzliches Personal ein, um liegengebliebene Koffer zu sortieren und an Passagiere auszuliefern. Medienberichten zufolge halfen sogar Soldaten bei der Gepäckabfertigung.

Nach tagelangem Starkregen hat sich die Wetterlage inzwischen etwas beruhigt. Die Folgen sind aber weiterhin erheblich. In Bangkok waren nach Angaben der Stadtverwaltung rund 329'000 Haushalte und etwa 700'000 Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Die Behörden arbeiten daran, das Wasser aus Strassen und Wohngebieten abzupumpen.

Landesweit traf das Hochwasser zuletzt mehr als 576'000 Haushalte mit rund 1,79 Millionen Menschen. Seit Mitte September kamen nach Angaben des Katastrophenschutzes mindestens acht Menschen infolge der Überschwemmungen ums Leben.

Für Thailand-Reisende bleibt die Situation damit angespannt. Wer in den nächsten Tagen über Bangkok fliegt, sollte den Flugstatus regelmässig kontrollieren und für den Transfer zum oder vom Flughafen genügend Zeit einplanen.

(RSU)