Ferienland Schweiz

Kleinseilbahnen prägen vielerorts das Landschaftsbild der Zentralschweiz. Die neue Plattform «obsi+nidsi» bündelt erstmals rund 60 Anlagen in einer gemeinsamen Erlebniswelt. Bild: Engelberg-Titlis Tourismus

Neue Erlebnisplattform macht Kleinseilbahnen sichtbar

Rund 60 Kleinseilbahnen in Uri, Obwalden und Nidwalden erhalten erstmals eine gemeinsame touristische Bühne. Die neue Erlebnisplattform «obsi+nidsi» soll Gäste zu naturnahen Ausflügen inspirieren und eine oft unterschätzte Infrastruktur neu erlebbar machen.

Sie gehören seit Jahrzehnten zum Landschaftsbild der Zentralschweiz – und bleiben für viele Gäste dennoch ein Geheimtipp: die zahlreichen Kleinseilbahnen zwischen Uri, Obwalden und Nidwalden. Mit dem neuen Projekt «obsi+nidsi» sollen sie nun stärker ins touristische Bewusstsein rücken.

Vorgestellt wurde die neue Erlebnisplattform am vergangenen Wochenende im Rahmen des Bähndlitags auf der Bannalp im Engelbergertal. Hinter dem Projekt stehen laut einer Mitteilung Uri Tourismus und Engelberg-Titlis Tourismus gemeinsam mit weiteren Partnern aus der Region sowie rund 60 beteiligten Kleinseilbahnen. Ziel ist es, die aussergewöhnlich hohe Dichte dieser Bahnen erstmals als zusammenhängende Erlebnisregion sichtbar zu machen.

Herzstück des Projekts ist eine digitale und analoge Übersichtskarte. Sie zeigt nicht nur die einzelnen Bahnen, sondern verknüpft diese mit Wanderungen, Naturerlebnissen und regionalen Angeboten. Ergänzt wird das Ganze mit Hintergrundgeschichten zur Entstehung und Bedeutung der Kleinseilbahnen.

Die Verantwortlichen des Projekts, von links: Anja Müller (Projektleitung, Uri Tourismus), Ueli Schmitter (Präsident Seilbahnverband NW), Maurus Stöckli (Geschäftsführer Uri Tourismus), Nadine Rast (Projektleitung Engelberg-Titlis Tourismus), André Wolfensberger (Leiter Unternehmensentwicklung Engelberg-Titlis Tourismus), Toni Arnold (Geschäftsführer Verband Urner Seilbahnen und Skilifte) und Paul Odermatt (Präsident Verein Freunde der Kleinseilbahnen). Bild: Engelberg-Titlis Tourismus / Patricia Furger

Die Initianten verstehen «obsi+nidsi» bewusst als Gegenentwurf zum schnellen Ausflugstourismus. Im Fokus stehen entschleunigte Erlebnisse, bestehende Infrastruktur und die Stärkung kleiner regionaler Anbieter. Gleichzeitig soll die bessere Vernetzung dazu beitragen, die Zukunft der oft historischen Bahnen langfristig zu sichern.

Unterstützt wird das Vorhaben im Rahmen der Neuen Regionalpolitik von Kantonen und Bund.

(TN)