Ferienland Schweiz

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Reto Denneberg ist der Betriebsleiter des Wellnesshostel 3000 in Laax und hat Travelnews durch das Haus geführt. Alle Bilder und Video: NWI

Eine Wellnessoase direkt am Laaxersee

Von Nina Wild

Im Dezember 2020 hat das Wellnesshostel 3000 in Laax mitten in der Pandemie nach drei Jahren Bauzeit seine Türen geöffnet. Travelnews hat die Jugendherberge besucht und mit dem Leiter, Reto Denneberg, über die Unterkunft gesprochen.

Preiswert übernachten, ohne dabei auf Luxus zu verzichten? Das ist möglich, wie der jüngste Neuzugang der Schweizer Jugendherbergen zeigt. Vor gut zwei Monaten hat das Wellnesshostel 3000 in Laax seine Türen nach rund drei Jahren Bauzeit für Reisende geöffnet. Und das mitten in der Pandemie - Fluch oder Segen? «Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt», sagt Reto Denneberg, Betriebsleiter des Wellnesshostel 3000 und fügt an, «aber wir waren von Anfang an sehr gut gebucht. Bereits am zweiten Tag des Eröffnungswochenendes am 19. Dezember waren wir ausgebucht.» Auch mit den Buchungszahlen für die kommenden Wochen ist der Betriebsleiter zufrieden, sieht jedoch auch einen Trend zu kurzfristigen Buchungen. «Für das erste Jahr erhoffen wir uns nun, dass wir gut starten, alles funktioniert, die Mitarbeitenden und natürlich unsere Gäste zufrieden sind», sagt Denneberg.

Das Endergebnis des neuen Hostels kann sich durchaus sehen lassen, wie Travelnews bei seinem Besuch festgestellt hat. Schon beim Betreten wird es heimelig: Die Mitarbeitenden begrüssen die Besucher herzlich und das viele Holz sorgt für den Wohlfühleffekt. Das Haus verfügt über insgesamt 158 Betten. Gäste haben die Wahl zwischen sechs- oder vier-Bett-Zimmern, Familienzimmern oder gängigen Doppelzimmern. Dank grossen Fenstern geniessen Reisende wunderbare Sicht auf das umliegende Bergpanorama. Die Betten sind aus europäischem Arvenholz gefertigt, das einen typischen Geruch nach Holz verbreitet - und damit gleich das Gemüt erhellt.

Das Herzstück des Wellnesshostel 3000 ist das Sinnes-Wellness. Auf einer Fläche von 850 Quadratmetern ist pure Entspannung garantiert. Von zwei verschiedenen Saunen über einen Klangraum bis hin zu Erlebnisduschen, einem Dampfbad oder speziellen Balance-Liegen bietet das Spa alles, um sich zutiefst zu erholen. Teil davon ist auch das komplett sanierte Hallenbad mit einer Rutsche für den Spass-Faktor. Das Angebot ist aufgrund der aktuellen Auflagen nur für Übernachtungsgäste nutzbar. Ausserdem sind Massagen oder Kosmetikbehandlungen auf Voranmeldung - auch für externe Gäste - möglich. «Das nächste Ziel wird dann Anfang April auch der Empfang von externen Gästen sein, damit auch die Einheimischen Gäste aus Laax ein schönes Erlebnis bei uns haben können. Die fehlenden Gäste bemerkt man nicht nur im Wellnessbereich, sondern auch an der Bar und im Restaurant, die ja beide eigentlich öffentlich sind», sagt Denneberg mit Blick auf die geplanten Öffnungsschritte des Bundes.

Ein Ort für alle

Natürlich spielt für einen perfekten Aufenthalt auch immer die Gastronomie eine grosse Rolle. Das Wellnesshostel 3000 bietet im Selbstbedienungs-Restaurant Biblau ein breites Angebot an vegetarischen Gerichten. Auf Anfrage gibt es die Option, auch Fleisch zu bestellen. Die Gerichte werden saisonal zusammengestellt. Ein Treffpunkt für Jung und Alt, Feriengäste und Einheimische, soll in Zukunft die hosteleigene Bar werden. «Die Leute warten darauf, dass sie endlich zu uns kommen können», sagt Denneberg. In Laax selbst gebe es nicht viele Alternativen, um sich auf einen Drink zu treffen. Die Spezialität des Hauses sind zweifelsohne die frischen Frozen Margaritas. Im Sortiment sind auch alle anderen gängigen Cocktails und Drinks. Nach Lust und Laune lädt der Billiardtisch zu einem Duell ein. Oder man begibt sich in die gemütliche Lounge und geniesst ein gutes Glas Wein mit Blick auf den Laaxersee und die Gipfel. «Unser Ziel ist es, die Leute mit der Bar und dem eigenen Restaurant zusammenzubringen», erklärt Denneberg.

In der Ferienregion Laax gibt es viel zu erleben. In den Schneesportgebieten Flims Laax Falera locken im Winter 224 Pistenkilometer und vier Snowparks. Ausserdem gibt es zahlreiche Winterwanderwege durch die puderzuckerweisse Landschaft. Highlights sind auch der stahlblaue Caumasee sowie der Crestasee oder die spektakuläre Rheinschlucht. Diese kann entweder zu Fuss mit einer Wanderung erkundet werden oder mit einer malerischen Zugfahrt durch das Tal. Um das Rheinschlucht-Paket vollkommen zu machen, lohnt es sich auch, den Aussichtspunkt «Il Spir» zu besuchen und das Spektakel von Oben zu betrachten. Welcher Geheimtipp hat der Jugendherbere-Leiter für uns? «Das Nachtskifahren sollte man sich nicht entgehen lassen. Durch die tiefen Temperaturen herrschen super Pistenverhältnisse», rät er uns.

Ausgerichtet ist das Angebot auf Reisegruppen, Paare sowie junge Familien - jedoch seien natürlich alle Menschen willkommen, welche sich eine Auszeit im Wellnesshostel gönnen möchten: «Familien profitieren von besonders guten Preisen. Kinder bis fünf Jahre bezahlen 15 Franken inklusive Frühstück und Hallenbad. Von sechs bis zwölf Jahren kostet die Übernachtung dann 28 Franken für das Kind. Das sind attraktive Preise», hebt Denneberg hervor. Die Preise für die anderen Zimmerkategorien bewegen sich je nach Saison und Auslastung zwischen 50 Franken im Mehrbettzimmer bis zu 169 Franken in der Hochsaison im Einzelzimmer pro Nacht. Bei diesen Preisen sind das Frühstück und Hallenbad immer inklusive. Das Wellness und Fitness kann ab CHF 13 pro Person und Tag dazu gebucht werden. Buchbar ist der Aufenthalt entweder direkt über die Website der Schweizer Jugendherbergen sowie auch über die gängigen Online-Plattformen wie Booking oder Expedia.