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Die Organisatoren der diesjährigen ATE in Adelaide wollten genau wissen, wer sich wann wo aufhält... Alle Bilder: CWP

Mit dem Tracker durch die Messe

Christine Weber-Primus

An der diesjährigen ATE waren produktseitig Natur und Kultur im Vordergrund. Zu reden gab aber auch ein neues Besucherkonzept, wie Christine Weber-Primus (Senior PM Ozeanien bei Knecht Reisen) zu berichten weiss.

Die ATE (Australian Tourism Exchange) ist die wichtigste australische Tourismusmesse und fand dieses Jahr vom 16.-19. April in Adelaide im Bundesstaat Südaustralien statt. Obwohl Adelaide nicht zu den bekannten australischen Städten wie Melbourne oder Sydney gehört, hat der Event dennoch über 700 Einkäufer aus über 30 verschiedenen Ländern nach Australien gelockt. Vor Ort wartete an den vier Messetagen eine unglaubliche und interessante Fülle an Produkten, über 550 australische touristische Produkte wurden von rund 1500 Delegierten vertreten und den Besuchern aus aller Welt schmackhaft gemacht.

Wie schon in den letzten Jahren waren die vier Messetage nicht nur mit interessanten Meetings mit altbekannten und brandneuen Produkten verplant, sondern auch mit Events, bei welchen in entspannter Atmosphäre weiter über Businessideen gefachsimpelt werden konnte. Hierfür liess sich die South Australia Tourism Commission einiges einfallen und sogar den Popsänger Guy Sebastian einfliegen, der ein Australien ein Superstar ist und in Europa durch seine Teilnahme am Eurovision Songcontest letztes Jahr bekannt geworden ist.

Obwohl die Australier selber eigentlich sehr entspannt sind, hat sich das Messekonzept mit Führung der Besucher analog des letzten Jahres durchgesetzt. Wer beispielsweise eine Minute zu früh zum Mittagessen gehen wollte, konnte nicht den üblichen Durchgang benützen, weil dieser «erst zur Mittagszeit geöffnet werde», wie die Security deren Konzept zu erklären versuchte. Während der Messe musste gar ein Tracker getragen werden - angeblich, um für künftige ATEs herauszufinden, welche Orte am meisten besucht wurden.

Als Schweizer Tourist fällt zumindest die Einreise seit einiger Zeit etwas einfacher aus: Als einer der einzigen Staaten in Europa können Schweizer Bürger an einem e-Kiosk die Einreise erledigen und können die langen und oftmals mühsamen Warteschlangen umgehen.

Gastautorin Christine Weber-Primus vor Ort in Adelaide, hier mit Guy Robinson von der Avis-Budget Group.

Sechsköpfige Schweizer Delegation

Besonders beliebt waren an dieser ATE, nicht nur wegen der idealen Lage im Messezentrum oder für allfällige Pre- oder Post-Touren, die Bundesstaaten Südaustralien und Tasmanien. Noch immer sind diese beiden Staaten nicht so bekannt wie beispielsweise der Sunshine State Queensland oder das Northern Territory mit dem wohl bekanntesten Inselberg der Welt, dem Uluru. Besonders die Tasmanier haben die Besucher der Messe bei der alljährlichen Happy Hour am Mittwochabend zum Staunen gebracht. Eigens für diese Happy Hour wurden lokale Produzenten direkt aus Tasmanien eingeflogen, um mit einem Cheese- oder Gin-Tasting die Besucher zu entzücken -  was durchaus auch gelungen ist.

Nicht nur hat die Schweizer Delegation - bestehend aus Stephanie Mohn von Dreamtime Travel, Karin Marty von Skytours, Sebastian Martens und Gunnel Burri von FTI sowie Christine Weber und Roger Geissberger von Knecht Reisen - bestehende Partnerschaften vertieft, sondern auch viele neue und interessante Produkte kennengelernt. Die australischen Partner, welche Aktivausflüge oder Produkte in der Natur anbieten, waren dieses Jahr auf der ATE besonders beliebt. So hatte beispielsweise Jill Parssey vom wukalina walk einen rappelvollen Terminkalender zu verzeichnen. Eine viertägige Wandertour im abgelegenen Nordosten von Tasmanien mit Fokus auf Aboriginal-Kultur wäre vor einigen Jahren wohl nicht so beliebt gewesen wie auf der diesjährigen Einkaufsmesse.

Auch die Vertreter des Bundesstaates Queensland machten während der Messe auf sich aufmerksam. Gerade in dieser Region Australiens wird in den nächsten Monaten sehr viel passieren und einige Hotels nach einer langjährigen Renovation wieder eröffnen. Nicht nur kann die Branche auf die Wiedereröffnung von Hayman Island oder Daydream Island gespannt sein, sondern auch ganz neue Unterkünfte und Regionen werden in den kommenden 24 Monaten ganz sicher auf sich aufmerksam machen.

Roger Geissberger, CEO Knecht Reisen Gruppe (l.) war mit Christine Weber-Primus (r.) an der ATE in Adelaide mit dabei - hier im Gespräch mit einem Vertreter von Red Sands Campers.

ATE 2019 in Perth

Während der Messe wurde bekannt gegeben, dass die ATE nächstes Jahr vom 08.-12.04. in Perth stattfinden wird. Dies ist sicherlich ein Indiz dafür, dass der Reisemarkt in Westaustralien nicht nur in der Schweiz seit mehr als vier Jahren ununterbrochen boomt, sondern sicherlich auch von anderen Nationalitäten als eine wichtige touristische Region angesehen wird.

Ich bin mir sicher, dass das Australien Angebot für die kommende Saison noch abwechslungsreicher und vielfältiger gestaltet wird - gerade auch wegen zahlreicher positiver und interessanter Meetings an der ATE.

Zum Abschluss noch ein paar Videoimpressionen der ATE 2018, zusammengetragen von Tourism Australia: