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480 Flüge wegen «Hato» storniert
«Hato» fegte am Mittwoch über Südchina und die Sonderverwaltungen Macau und Hong Kong. Der Taifun sorgte mit meterhohen Wellen, Sturmböen bis zu 207 Stundenkilometer und heftigen Wolkenbrüchen für das Ausrufen der höchsten Sturmwarnstufe seit fünf Jahren.
Besonders verheerend war der Sturm in Macau: Berühmt für seine Luxushotels und Casinos. Hier sollen 153 Menschen verletzt worden sein, acht Menschen kamen ums Leben. In Hongkong zählte man 84 Verletzte, während in der Provinz Guangdong mindestens vier Todesopfer verzeichnet wurden. Rund 26‘000 Menschen wurden in Notunterkünfte untergebracht. In den Küstenregionen wurden Hunderttausende Bewohner evakuiert.
Wie schlimm der Taifun wütete, zeigen verschiedene Videos auf Twitter:
Am Flughafen Hong Kong wurden am Mittwoch insgesamt 480 Flüge gestrichen. Cathay Pacific und Cathay Dragon waren mit 320 annullierten Flügen am stärksten betroffen. Hong Kong Airlines musste 32 Flüge stornieren.
Nachdem am späteren Nachmittag die Sturmwarnstufe hinuntergesetzt wurde, öffnete der Flughafen für die Nacht die zweite Landebahn. Normalerweise bleibt eine Landebahn in der Nacht geschlossen, um Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Zusätzliches Personal wurde aufgeboten, um die rund 600 ankommenden und abgehenden Flüge abfertigen zu können.
Der einzige Flug, der während der höchsten Sturmwarnstufe 10 landete, war eine KLM-Maschine aus Amsterdam. Die Windgeschwindigkeiten betrugen zu diesem Zeitpunkt zwischen 80 bis 114 Stundenkilometer. Die Piloten hatten viel Wind von vorne, aber glücklicherweise keine Seitenwinde. Die Sicht wurde mit 1.7 km als akzeptabel eingestuft. Die Landung verlief problemlos.
Auch der Fährbetrieb stand still, die U-Bahnen und Züge verkehrten nur mit Einschränkungen. «Hato» soll Schäden in der Höhe von umgerechnet knapp einer Milliarde Franken verursacht haben.