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Mit sieben Suppen durch Costa Rica
Wer Costa Rica kulinarisch kennenlernen will, kann sich neuerdings auf eine Reise durch die Suppentöpfe des Landes begeben. Das Costa-ricanische Tourismusinstitut ICT hat mit «La Ruta de las Sopas» eine audiovisuelle Serie lanciert, die traditionelle Rezepte aus verschiedenen Regionen vorstellt, wie es in einer Mitteilung heisst.
Mit dabei ist Chefkoch Carlos Alpízar. Er reist durchs Land, trifft lokale Köchinnen und Köche und bereitet mit ihnen Suppen zu, die eng mit ihrer jeweiligen Heimat verbunden sind. Dabei geht es nicht nur ums Kochen: Die Serie erzählt auch von regionalen Zutaten, Traditionen und den Menschen, die alte Rezepte weitergeben.
Die Reise beginnt in Barva in der Provinz Heredia mit der «Sopa de Pollo 911», die auch den vielversprechenden Beinamen «La Levanta Muertos» – die Totenerweckerin – trägt. In La Palmera de San Carlos folgt die traditionelle «Frito»-Suppe, in San Gerardo de Dota kommt mit der Olla de Carne ein Klassiker aus Rindfleisch und Gemüse auf den Tisch.
Suppentour widerspiegelt kulinarische Vielfalt
An der Pazifikküste in Puntarenas bereitet Mario Zamora vom Restaurant Isla Coco’s eine traditionelle Sopa de Mariscos zu. In Nosara in Guanacaste steht eine regionale Hühnersuppe auf dem Programm, während in Cartago Doña Rosa Monge eine Sopa de Albóndigas mit Chayote-Blättern kocht. Den Abschluss bildet Limón an der Karibikküste: Dort präsentiert Glenda Brown die Sopa de Rondón, deren Wurzeln in der afro-karibischen Küche liegen.
Die Suppenroute steht stellvertretend für die kulinarische Vielfalt Costa Ricas. Reis und Bohnen bilden die Grundlage des bekannten Gallo Pinto, an der Karibikküste kommt Kokosmilch ins Spiel, während an der Pazifikküste Meeresfrüchte eine wichtige Rolle spielen. Auch Kaffee gehört zur kulinarischen Identität des Landes: Seit dem späten 18. Jahrhundert prägt sein Anbau Wirtschaft und Kultur.
Für Reisende eröffnet die Küche damit einen zusätzlichen Zugang zum Land. Märkte, Kochkurse, Farmen und Besuche bei Produzenten lassen sich in eine Rundreise integrieren und führen oftmals näher an den Alltag der Einheimischen als der Besuch einer klassischen Sehenswürdigkeit.