Trips & Travellers
Weniger Luxus, mehr Mittelklasse
Die grosse Luxusreise büsst an Strahlkraft ein: Schweizerinnen und Schweizer reisen zwar weiterhin gerne, legen das Budget für die Ferien aber tiefer an als noch vor einem Jahr. Das zeigt eine neue Studie des Finanzdienstleisters Swiss Bankers.
Besonders deutlich wird die Entwicklung bei den höchsten Ferienbudgets. Der Anteil jener, die jährlich mehr als 6000 Franken für Reisen ausgeben, ist innerhalb eines Jahres von 19 auf 11,9 Prozent gesunken.
Stattdessen gewinnt die Mittelklasse. Mit 41,9 Prozent gibt inzwischen der grösste Teil der Befragten zwischen 2000 und 4000 Franken pro Jahr für Ferien aus – deutlich mehr als im Vorjahr mit 36,1 Prozent. Auch das Segment zwischen 4001 und 6000 Franken legte zu und erreicht neu 20,8 Prozent.
Gleichzeitig verändern geopolitische Entwicklungen das Reiseverhalten. Mehr als jede zweite befragte Person meidet derzeit den Nahen Osten. Auch die USA verlieren an Attraktivität: Rund ein Viertel der Befragten möchte aktuell nicht dorthin reisen.
Statt Fernweh dominiert wieder Nähe. Besonders gefragt sind heute südeuropäische Länder wie Italien, Spanien oder Griechenland. Für 36,9 Prozent kommen sie stärker infrage als noch vor zwei bis drei Jahren. Dahinter steht die Schweiz mit 32,4 Prozent, gefolgt von Deutschland und Österreich.