Trips & Travellers

Corinne Genoud, seit anfangs 2023 Mitglied der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus und Leiterin Markt West, ist Gast im aktuellen «Travel News Talk». Bild: TN

Corinne Genoud: «Der Herbst hat sich als Reisesaison etabliert»

Im neuen «Travel News Talk» spricht Corinne Genoud, Head of Markets West bei Schweiz Tourismus, über das laufende Reisejahr, das Rezept bei höheren Preisen und den letzten Gag der 90er-Jahre.

«Der Herbst ist mittlerweile als richtige Reisesaison global etabliert – es ist sinnlicher, es ist wärmer, es hat weniger Nebel als in der Vergangenheit», sagt Corinne Genoud in der neusten Folge des «Travel News Talk». Die Leiterin Markt West bei Schweiz Tourismus freut sich aktuell über viele Gäste aus Frankreich, Grossbritannien und Nordamerika.  Auch die Gäste aus Asien dürften im nächsten Jahr verstärkt zurück sein, glaubt sie.

Was die Übernachtungen betrifft liegt das Reiseland Schweiz wieder auf dem Vor-Pandemie-Niveau. Das 8-Prozent-Wachstum aus Frankreich freut Corinne Genoud besonders. Denn offensichtlich kann die Schweiz im Nachbarland mit dem Trumpf der Nachhaltigkeit und der kurzen Anreise im Zug punkten. «In Anbetracht der zum Teil schwierigen Lage in Europa ist die Erholung in vielen Märkten erfreulich.»

Trotz der höheren Hotelpreise? Man müsse die richtige Kundschaft finden, antwortet Corinne Genoud, statt breiter Kommunikation und blosser Hoffnung, gelte es sehr gezielt zu kommunzieren, «es geht nicht immer um Kaufkraft, es geht auch um Leidenschaft.»

«Auf unseren Verkaufsreisen waren wir kaum erreichbar.»

Trotz einigen schwierigen Rahmenbedingungen blickt Corinne Genoud, die seit anfangs Jahr auch in der Geschäftsleitung von Schweiz Tourismus ist, mit Optimismus aufs kommende Reisejahr. Gerade die Buchungen für Paradeprodukte wie Glacier- und Bernina-Express und die Buchungen des Swiss Travel Pass seien sehr gut, ebenso die Indikationen seitens der Reiseeinkäufer. Beim wichtigen Markt Asien gibt es noch Fragezeichen, etwa wegen vorerst noch verminderter Flugkapazitäten oder schleppenden Reisepass-Ausstellungen, die Hoffnung auf die Rückkehr vieler asiatischen Gäste sei aber da.

Und sie beantwortet auch Fragen zu ihrem eigenen Reisemuster – «ich bin der SAC-Hütten-Typ» – sowie zu ihrer mittlerweile schon langen Karriere und den zahlreichen Stationen bei Schweiz Tourismus, «ich hatte das Glück, so alle fünf Jahr wieder eine ganz neue Herausforderung kennenzulernen.»

Ein bisschen nostalgisch blickt sie auf ihre Anfänge zurück, damals noch bei der Schweizerischen Verkehrszentrale, wie die Vorgängerorganisation von Schweiz Tourismus bis 1995 hiess, «wir arbeiteten noch mit Telex, auf unseren Verkaufsreisen waren wir kaum erreichbar, allenfalls lag ein Fax im Hotel vor, damals der neuste Gag». Die damalige Zeit ohne Mobiltelefone sei kaum mehr vorstellbar.

(GWA)