Tourismuswelt
Luftfahrt- und Logistik-Mitarbeitende sprechen am schlechtesten Englisch
Die sechste Ausgabe des EF English Proficiency Index (EPI), einer in 72 Ländern durchgeführten Studie von EF Education First zeigt: Auf den ersten zehn Plätzen liegen fast ausschliesslich europäische Länder. Einzige Ausnahme ist Singapur auf Platz 6. Spitzenreiter sind die Niederlande mit 72,16 Punkten, direkt gefolgt von Dänemark (71,15). Vorjahressieger Schweden ist auf den dritten Platz zurückgefallen (70,81). Deutschland rangiert mit 61,58 Punkten auf Platz 9 – hinter Österreich (62,13) und vor Polen (61,49). Die Schweiz rangiert mit 60,17 Punkten auf Platz 14 hinter den Philippinen (60,33) und vor Portugal (59,49). Gegenüber 2015 konnte sich die Schweiz um fünf Positionen verbessern.
Im Städtevergleich führt erneut Zürich die Liste an, gefolgt von Winterthur (2), Genf (3) und Bern (4). Schlusslicht ist Lausanne. „Die Schweizer sprechen gut Englisch, allerdings gibt es noch Luft nach oben, insbesondere im Vergleich zu Deutschland, Österreich und den skandinavischen Staaten“, sagt Jennifer Hipfl, Geschäftsführerin von EF in der Schweiz.
Luftfahrt und Logistik bilden das Schlusslicht
Parallel zum EF EPI erscheint 2016 auch der EF EPI-c, der das Englisch-Sprachniveau von Unternehmen weltweit vergleicht. Dafür wurden 510'000 Angestellte von 2'078 Firmen aus 16 Branchen in 40 Ländern getestet. Hier zeigt sich, dass Mitarbeiter weltweit nur mittelmässig Englisch sprechen und dass Mitglieder des mittleren Managements generell besser abschneiden als ihre Vorgesetzten.
Erstaunlich schlecht schneiden in der Studie die international agierenden Branchen Luftfahrt und Logistik ab. Letztere bildet nach dem Bildungswesen und dem öffentlichen Sektor sogar das Schlusslicht im Branchen-Ranking. Spitzenreiter sind die Bereiche Consulting & Professional Services sowie Maschinenbau. Für Firmen mit einem Umsatz von 10 bis 60 Milliarden Dollar scheinen Englischkenntnisse besonders wichtig zu sein: Sie erzielten die besten Ergebnisse und liessen internationale Grosskonzerne und kleinere Unternehmen hinter sich.
Im internationalen Vergleich schneiden Frauen bei den Englischkenntnissen generell besser ab. Zudem zeigt die Studie einen Zusammenhang zwischen den Englischkenntnissen der Bevölkerung eines Landes und dem jeweiligen Pro-Kopf-Einkommen. Auch die Verfügbarkeit des Internets und die Bildungsausgaben spiegeln sich im Sprachniveau der einzelnen Länder wider.
Die gesamte Studie gibts hier.