Tourismuswelt

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Die Reisepläne von über zwei Dritteln der Schweizer Bevölkerung sind seit Ausbruch des Virus beeinflusst worden. Bild: Chris Lawton

Das Reiseverhalten hat sich während Corona stark verändert

Die fünfte Ausgabe des TCS-Reisebarometers zeigt, wie stark sich das Reiseverhalten während Corona verändert hat. Viele sind auf ein anderes Transportmittel umgestiegen. Zudem zeigt sich, dass die Impfbereitschaft hoch ist, weil viele dadurch hoffen, endlich reisen zu können.

Obwohl viele Schweizerinnen und Schweizer auf Reisen ins Ausland verzichten mussten oder nur eingeschränkt verreisen konnten, ist die Sehnsucht nach Auslandsreisen bei der Gesamtbevölkerung mit 47 Prozent erstaunlich tief. Bei den TCS-Mitgliedern sieht es anders aus: Zwei Drittel (66 Prozent) der Mitglieder geben an, sich danach zu sehnen, über die Schweizer Landesgrenzen hinaus reisen zu können.

Die Reiselust in der Bevölkerung wird besonders durch die erschwerten Bedingungen und unterschiedlichen Bestimmungen in den Reisedestinationen gehemmt. So fühlt sich zwar die grosse Mehrheit (79 Prozent) gut über die Reiserisiken informiert, jedoch ist die Verständlichkeit der Reiseempfehlungen mit 56 Prozent relativ tief. Als Konsequenz bei unklaren Empfehlungen verzichten 70 Prozent der Befragten auf die geplante Reise.

Die Pandemie-Situation steigert das Risikobewusstsein in der Bevölkerung. Davon profitieren Online-Plattformen, welche Reiseinformationen und Sicherheitsanweisungen anbieten, sowie Reiseversicherungen mit Annullationskosten-Vergütung und medizinischer Rückführung. Sicherheitsmassnahmen gegen Corona werden bei der Reiseplanung fast gleich hoch gewichtet wie die allgemeine Sicherheit und Versorgung vor Ort. Klimafolgen und Terrorgefahren rücken in den Hintergrund.

Das Auto gewinnt – der ÖV verliert

Auf die Frage nach der Impfbereitschaft gibt eine Mehrheit von 64 Prozent an, sich sicher oder wahrscheinlich impfen zu lassen. Ebenfalls eine Mehrheit (62 Prozent) ist zudem bereit, sich einzig fürs Reisen oder einen Auslandaufenthalt zu impfen. Bei den Mitgliedern des TCS ist die allgemeine Impfbereitschaft mit 67 Prozent leicht, und diejenige aufgrund von Reisevorschriften sogar deutlich höher  (72 Prozent).

Das Auto gewinnt während der Pandemie stark an Bedeutung und verdrängt das Flugzeug und den ÖV deutlich: Über die Hälfte der Personen, die aufgrund Sicherheitsbedenken das Reisetransportmittel gewechselt haben (51 Prozent), sind mit dem privaten Auto statt mit dem Flugzeug verreist. Noch erstaunlicher: 43 Prozent geben an, mit dem Auto anstatt mit dem Zug gereist zu sein. Eine Zusammenfassung des TCS-Reisebarometers 2021 steht hier zur Verfügung.

(TN)