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Wegen Personalmangels infolge des Shutdowns der US-Regierung kommt es an vielen Flughäfen in den Vereinigten Staaten zu deutlich längeren Wartezeiten bei den Sicherheitskontrollen. Bild: Screenshot Youtube / ABC13 Houston

Geduldsprobe für Passagiere an US-Flughäfen

An vielen US-Flughäfen stauen sich derzeit die Passagiere vor den Sicherheitskontrollen. Der Grund: Der Shutdown der US-Regierung sorgt für Personalmangel.

An zahlreichen Flughäfen in den USA hat sich die Lage an den Sicherheitskontrollen verschärft. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, müssen Reisende teilweise über drei Stunden warten, um durch die Kontrolle zu gelangen.

Der Grund liegt im anhaltenden Teil-Shutdown der US-Regierung. Seit dem 14. Februar 2026 konnten sich Demokraten und Republikaner im Kongress nicht auf die Finanzierung des Heimatschutzministeriums einigen. Besonders betroffen sind die Sicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) sowie die Grenzkontrollen.

Personalmangel trifft auf Reiseansturm

Rund 50’000 bis 60’000 TSA-Mitarbeitende gelten zwar als «essenziell» und müssen weiterhin arbeiten, erhalten aber vorerst kein Gehalt. Viele Angestellte können sich deshalb den Arbeitsweg kaum noch leisten oder sind gezwungen, Nebenjobs anzunehmen. Die Folge sind deutlich mehr Krankmeldungen und Absenzen.

Dadurch bleiben an vielen Flughäfen Kontrollspuren unbesetzt, was den Passagierfluss massiv verlangsamt. Gleichzeitig läuft derzeit in den USA die Spring-Break-Saison, in der traditionell besonders viele Menschen verreisen. Schätzungen zufolge sind in dieser Zeit über 170 Millionen Passagiere unterwegs.

Besonders stark betroffen sind grosse Drehkreuze wie Houston, Atlanta und New Orleans, wo teilweise Wartezeiten von bis zu dreieinhalb Stunden gemeldet wurden. Experten empfehlen Reisenden deshalb, deutlich früher am Flughafen zu erscheinen und digitale Tools wie die MyTSA-App zu nutzen, um die aktuellen Wartezeiten zu überprüfen.

Eine rasche Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Branchenverbände drängen zwar auf ein Ende des Shutdowns, doch im Kongress sind die Verhandlungen weiterhin festgefahren.

(TN)