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Streiktage in Deutschland legen ÖV lahm
Reisende in Deutschland müssen sich auf massive Einschränkungen im öffentlichen Verkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag und Samstag einen bundesweiten Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr angekündigt. Busse, Trams und U-Bahnen sollen während 48 Stunden weitgehend in den Depots bleiben.
Vom Ausstand betroffen sind laut ARD zahlreiche Grossstädte und Ballungsräume, darunter Berlin sowie mehrere Städte in Bayern wie München, Nürnberg oder Augsburg. Auch in Hessen mit Frankfurt, Wiesbaden und Kassel wird der Nahverkehr stark eingeschränkt sein.
Insgesamt könnten Millionen Pendlerinnen, Pendler und Reisende betroffen sein. Regional fallen die Auswirkungen unterschiedlich aus: In Niedersachsen gilt noch eine Friedenspflicht, während in anderen Bundesländern kurzfristige Entscheidungen möglich bleiben.
Hintergrund des Streiks sind laufende Tarifverhandlungen für rund 100’000 Beschäftigte in etwa 150 kommunalen Verkehrsbetrieben. Verdi fordert vor allem bessere Arbeitsbedingungen, darunter kürzere Wochenarbeitszeiten, Anpassungen bei Schichtdiensten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In einigen Bundesländern stehen zusätzlich Lohnerhöhungen zur Diskussion.
Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Verhandlungen kämen bislang kaum voran, erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle. Ohne Verbesserungen drohe langfristig eine Überlastung des Personals und damit eine Schwächung des öffentlichen Verkehrs.