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Thomas Cook lanciert Hipster-Hotel

Ben West

Der Pauschalreisen-Veranstalter hat ein Auge auf den trendigen Hipster-Markt geworfen.

Der Sinn und Zweck eines urbanen Lifestyles ist es, der neusten Mode zu folgen und alles Massentaugliche wie die Pest zu meiden. Diese Tatsache scheint dem Mainstream-Tour Operator Thomas Cook nicht bewusst zu sein, der kürzlich auf Rhodos ein neues «Hipster» Hotel nur für Erwachsene eröffnet hat.

Auf den ersten Blick geht der Veranstalter ganz neue Wege: Von den Bart-tragenden Angestellten (so wie ich es verstehe, trifft das aber nur auf die Männer zu) in Jeans und Turnschuhen bis hin zu einem Interior Design im aktuellsten Boutique Hotel-Stil unterscheidet sich das Haus komplett von den traditionellen Thomas Cook Hotelblöcken.

Der neue, trendige Brand Casa Cook hebt sich auch im Auftritt von der Hauptmarke ab. Die Website gleicht einem Designer-Traum aus Erdtönen und geschmackvoller Typographie und hat rein gar nichts mit den grellen Farben der Thomas Cook Site gemeinsam, die auf den Verkauf von günstigen Reisen fokussiert.

Casa Cook will ein «Boho Lifestyle Hotel» anbieten, dessen gesellige Atmosphäre mit dem Besuch bei Freunden verglichen wird, deren Küche immer geöffnet ist. Tatsächlich sieht das Haus beeindruckend aus mit seinen folkloristischen Hängematten, Kissen und Tischchen, weissen Wänden, Glasfronten, hippen Stühlen, einem Sammelsurium aus Vintage-Möbeln, Veranden, einem hölzernen Pool-Deck, Kunsthandwerk, Rattan-Läufern und Hammam-Tüchern. Und weit und breit kein Corby-Hosenbügler. Kurz gesagt: Ein entspannter Rückzugsort in trendigem Boho-Umfeld. 

Weitere Hipster-Hotels in Planung

Mit seinem neuen Angebot will Thomas Cook den eher schlechten Geschäftsgang abfedern. Der Veranstalter fokussiert auf das Wachstum seines Erlebnishotel-Portfolios. Die Lancierung von Casa Cook Rhodes für einen Lifestyle weg von Zuhause soll die fünf existierenden Hotelmarken komplettieren – SENTIDO, SunConnect, Sunwing, Sunprime und smartline.

Gemäss dem Unternehmen hebt sich Casa Cook von den herkömmlichen Hotelkonzepten ab. Es gibt kein All-Inclusive-Angebot und das Haus soll die Kultur seiner Destination mit den Ansprüchen seiner Zielkundschaft kombinieren. Einer «neuen und wachsenden Gruppe junger, moderner Reisenden aus urbanen Zentren, die eine Affinität für Mode und Design haben und nach einer gesunden Work-Life-Balance suchen.» Dafür verpflichtete Thomas Cook Michael Schickinger, Creative Director der multidisziplinären Designagentur Lambs & Lions sowie die Innenarchitektin Annabell Kutucu. Weitere Casa Cook-Destinations sind in Planung.

Peter Fankhauser, der Schweiz-stämmige CEO der Thomas Cook Group erklärt: «Das Lancieren von Leisure-Produkten innerhalb unserer Hotels ist ein wichtiger Eckpfeiler in der Wachstumsstrategie von Thomas Cook. Dadurch erschliessen wir neue Kundensegmente und regen zukünftiges Wachstum an. Mit dem Hotelbrand Casa Cook bringen wir ein neues Konzept in den trendigen und beliebten Sun&Beach-Markt. Dank unseren sechs Hotelmarken für unterschiedliche Gästesegmente sind wir gut aufgestellt, um unser Portfolio zu erweitern und unseren Kunden eine höhere Qualität und grössere Auswahl zu bieten.»