On The Move
Diese 10 Flugrouten fordern den Körper am stärksten
Wer nach einem Langstreckenflug tagelang schlecht schläft und sich müde fühlt, kennt das Problem: Jetlag. Besonders Geschäftsreisende, die rasch wieder leistungsfähig sein müssen, leiden unter der Verschiebung der inneren Uhr. Analysten der Buchungsplattform Booking haben nun untersucht, welche internationalen Flugrouten den Körper am stärksten fordern.
Für die Studie wurden bedeutende Business-Routen zwischen Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum ausgewertet. In die Auswahl kamen Nonstop-Flüge ab sechs Stunden Dauer. Die Forschenden kombinierten Flugzeiten, Zeitverschiebungen und Erkenntnisse aus der Schlafforschung. Daraus berechneten sie die voraussichtliche Erholungszeit nach einer Reise. Auch die ideale Ankunftszeit floss in die Bewertung ein.
Das Resultat ist eindeutig: Besonders belastend sind wenig überraschend Flüge zwischen Asien und Nordamerika. Die ersten zehn Plätze belegen ausschliesslich Verbindungen zwischen diesen beiden Regionen.
Osten macht dem Körper mehr zu schaffen
Entscheidend ist nicht nur die Distanz, sondern auch die Flugrichtung. Reisen nach Osten gelten als deutlich anstrengender als Flüge nach Westen. Der Grund: Die innere Uhr muss sich nach vorne verschieben. Das fällt dem menschlichen Körper schwerer, als den Tag künstlich zu verlängern.
Die Analyse rechnet deshalb bei Ostflügen mit rund einem Erholungstag pro überquerter Zeitzone. Bei Westflügen halbiert sich diese Zeit ungefähr. Ein Beispiel: Wer von New York nach London fliegt, benötigt laut Modell rund fünf Tage, um den Jetlag vollständig zu überwinden. In der Gegenrichtung sind es lediglich zweieinhalb Tage.
An der Spitze des Rankings liegt die Verbindung von Singapur nach New York. Dahinter folgen Hongkong–Boston, Hongkong–New York sowie weitere Verbindungen von Hongkong und Seoul in verschiedene nordamerikanische Metropolen. Sie alle kombinieren sehr lange Flugzeiten mit einer grossen Zeitverschiebung.
Die Autoren geben zudem praktische Empfehlungen für die Reiseplanung. So sollten Ostflüge möglichst zwischen Mittag und spätem Nachmittag am Zielort ankommen. Bei Westflügen seien Ankünfte am späteren Vormittag oder frühen Nachmittag günstiger. Dadurch lasse sich die Anpassung an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus erleichtern.
Auch wenn sich Jetlag nie ganz vermeiden lässt, zeigt die Analyse: Mit einer geschickten Flugplanung kann sich die Belastung zumindest etwas reduzieren – insbesondere für Vielflieger, die regelmässig zwischen den Kontinenten unterwegs sind.