On The Move
TCS-Test zeigt Unterschiede bei Raststätten in beliebten Ferienländern
Zum Start der Sommerreisesaison hat der Touring Club Schweiz (TCS) 129 Raststätten in Frankreich, Spanien und Portugal unter die Lupe genommen. Ziel des Praxistests war es, die Qualität der Infrastruktur und Dienstleistungen entlang wichtiger Ferienrouten zu bewerten, wie der TCS mitteilt.
Für die Untersuchung legten zwei TCS-Experten im Frühling 2026 fast 10’000 Kilometer zurück. Bewertet wurden 52 Raststätten in Frankreich, 60 in Spanien und 17 in Portugal. Grundlage war ein einheitlicher Kriterienkatalog mit Fokus auf Parkmöglichkeiten, Schnellladestationen, Einrichtungen für Wohnmobile, Erholungszonen sowie Gastronomie- und Einkaufsangebot.
Mit einer Durchschnittsbewertung von 69,5 Prozent erreicht Frankreich klar den ersten Platz. Portugal folgt mit 56,9 Prozent, Spanien bildet mit 41,8 Prozent das Schlusslicht.
Schnellladen ist Spaniens Schwachpunkt
Frankreich schneidet besonders gut bei Infrastruktur und Aufenthaltsqualität ab. Viele Raststätten verfügen über moderne Sanitäranlagen, Trinkwasserstellen, Entsorgungsmöglichkeiten für Wohnmobile sowie gut ausgebaute Erholungsbereiche mit Spielplätzen, Picknickzonen oder Hundebereichen. Auch Schnellladestationen für Elektroautos sind weit verbreitet.
Deutlich trüber fällt das Bild in Spanien aus. Nur eine Raststätte wurde als «sehr empfehlenswert» eingestuft. Vor allem bei der Ladeinfrastruktur zeigt sich grosser Nachholbedarf: Nur etwas mehr als jede zehnte Raststätte bietet Schnelllademöglichkeiten. Viele Ladepunkte waren während des Tests ausser Betrieb oder funktionierten nur eingeschränkt. Auch die Bezahlung und Tariftransparenz wurden mehrfach bemängelt.
Portugal positioniert sich zwischen den beiden Nachbarn. Positiv bewertet wurden insbesondere das Gastronomie- und Einkaufsangebot sowie die vergleichsweise gute Verfügbarkeit von Schnellladestationen. Abzüge gab es dagegen bei den Einrichtungen für Wohnmobilreisende, etwa bei Entsorgungsstationen oder Trinkwasserangeboten.