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Die niederländische Fluggesellschaft KLM setzt ihre Flüge nach Entebbe in Uganda vorübergehend aus. Grund sind operative Einschränkungen für Crews im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika. Bild: KLM

KLM stoppt Uganda-Flüge

Die niederländische Fluggesellschaft KLM führt vorläufig keine Flüge mehr nach Entebbe in Uganda durch. Hintergrund sind nicht direkte Gesundheitsrisiken am Zielort, sondern internationale Einreisebestimmungen für Flugbesatzungen im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch in Zentralafrika.

KLM stellt ihre Flüge nach Entebbe in Uganda bis auf Weiteres ein. Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit dem aktuellen Ebola-Ausbruch in Zentralafrika und den daraus resultierenden Einreisebeschränkungen für Flugcrews.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bereits mehrere Hundert Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht worden. Der Ausbruch hat inzwischen auch Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr.

Entebbe selbst gilt zwar nicht als Risikogebiet. Dennoch entstehen für Fluggesellschaften operative Herausforderungen: In mehreren Ländern gelten nach Aufenthalten in Uganda oder der Demokratischen Republik Kongo vorübergehende Einreisebeschränkungen für Besatzungen.

Crew-Einsatz wird zur Herausforderung

Für KLM wird dadurch die Einsatzplanung der Crews deutlich komplizierter. Nach einem Umlauf in die Region können Mitarbeitende laut dem Aviatik-Portal «Aero» vorübergehend nicht auf bestimmten Langstrecken eingesetzt werden – insbesondere auf Flügen in die USA. Dort gelten nach Aufenthalten in betroffenen Ländern strenge Einreisevorgaben.

Nach Medienberichten übernachten KLM-Crews in Uganda nicht vor Ort. Die Flüge werden über Kigali in Ruanda geführt. Dennoch greifen die Regelungen auch bei kurzen Aufenthalten.

Auch andere Airlines beobachten die Entwicklung genau. Brussels Airlines hatte bereits auf zunehmende Schwierigkeiten bei der Einsatzplanung hingewiesen. Ende Mai musste zudem ein Air-France-Flug von Paris nach Detroit ausserplanmässig nach Montreal umgeleitet werden, nachdem sich Passagiere aus dem Kongo an Bord befanden.

(TN)