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Neue Züge sollen ab 2028 die Bahnverbindung zwischen Dublin und Belfast schneller, komfortabler und nachhaltiger machen. Bild: Stadler

Mehr Tempo zwischen Dublin und Belfast

Die Bahnreise zwischen Dublin und Belfast soll deutlich attraktiver werden: Bis 2028 investieren Irland und Nordirland fast 700 Millionen Euro in neue Züge, mehr Verbindungen und kürzere Fahrzeiten.

Die traditionsreiche Bahnverbindung zwischen Dublin und Belfast steht vor einem umfassenden Modernisierungsschub. Mit einer Investition von knapp 700 Millionen Euro (umgerechnet 640 Millionen Franken) wollen die Regierungen in Dublin und Nordirland den grenzüberschreitenden Enterprise-Zugverkehr bis 2028 massiv ausbauen und beschleunigen.

Herzstück des Projekts sind acht neue Intercity-Züge des Schweizer Herstellers Stadler. Sie sollen künftig bis zu 16 tägliche Verbindungen zwischen den beiden irischen Hauptstädten ermöglichen und die Reisezeit erstmals auf unter zwei Stunden senken. Derzeit dauert die Fahrt auf der rund 180 Kilometer langen Strecke bis zu zwei Stunden und 15 Minuten.

Auch der Komfort für Reisende wird gemäss «Euronews» deutlich verbessert. Geplant sind rund 400 Sitzplätze pro Zug, USB-Lademöglichkeiten, ein Speise- und Barbereich sowie barrierefreie Einstiege und Innenräume. Damit soll die Verbindung zunehmend eine attraktive Alternative zum Auto oder Kurzstreckenflug werden.

Vorgestellt wurden die Ausbaupläne im neuen Bahnhof Belfast Grand Central. Anwesend waren unter anderem Irlands Regierungschef Micheál Martin sowie Nordirlands First Minister Michelle O’Neill. Martin sprach von einem «wichtigen neuen Kapitel» für die grenzüberschreitende Mobilität auf der irischen Insel.

(TN)