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Unruhen auf Mauritius – Let's go Tours nimmt Stellung
Das gewohnte Postkarten-Idyll von Mauritius zeigt gerade einige Risse: Wegen seit Wochen andauernder Engpässe bei der Wasserversorgung und hoher Lebenshaltungskosten gehen Teile der Bevölkerung auf die Strasse. Was als Unmutsbekundung begann, entlud sich in Strassenblockaden mit brennenden Reifen, Plünderungen sowie Angriffen auf Polizeistationen.
Zusätzliches Öl ins Feuer goss ein dramatischer Zwischenfall, bei dem ein Polizist eine 27-jährige Frau durch einen Schuss lebensgefährlich verletzte. Die verletzte Frau musste notoperiert werden; der schussbereite Beamte wurde festgenommen. Um die Woge der Gewalt einzudämmen, verhängte Premierminister Navinchandra Ramgoolam kurzzeitig eine nächtliche Ausgangssperre für rund ein Drittel der Insel. Mittlerweile wurde die Massnahme wieder aufgehoben, nachdem die Polizei am Dienstag allein 93 Personen – darunter 15 Minderjährige – festnahm.
Obwohl der Flugverkehr weiter rollt, mahnen internationale Vertretungen zu erhöhter Vorsicht. Das Schweizer Aussendepartement EDA stuft Mauritius bisher als grundsätzlich sicher ein, beobachtet die Entwicklung jedoch aufmerksam. Für die als politisch stabil geltende Perle im Indischen Ozean sind es die schwersten Unruhen seit Jahrzehnten.
Update und Stellungnahme von Let's go Tours
Franziska Frei, CPO von Let's go Tours, äussert sich in einer Richtigstellung zur aktuellen Situation auf Mauritius:
«Die derzeitige Berichterstattung über die Situation auf Mauritius zeichnet aus unserer Sicht teilweise ein Bild, das nicht der Realität entspricht, welche unsere Gäste und Partner vor Ort erleben.
Ja, auf Mauritius ist es in den vergangenen Tagen zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. Ausgangspunkt der Proteste waren unter anderem die Wasserknappheit und gestiegene Lebenshaltungskosten; die Situation verschärfte sich zusätzlich nach einem Polizeivorfall.
Die Vorfälle konzentrieren sich jedoch auf bestimmte Gebiete und ereigneten sich insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Als Sicherheitsmassnahme wurde ab Dienstagabend, 13. Oktober, eine nächtliche Ausgangssperre für 15 ausdrücklich bezeichnete Gebiete verhängt.
Für unsere Gäste präsentiert sich die Situation deutlich anders, als es gewisse Medienberichte vermuten lassen. Unsere Kunden in den Hotels sind gut betreut, und wir stehen in engem Kontakt mit unseren Partnern und unserer Reiseleiterin vor Ort. Nach den uns vorliegenden Rückmeldungen verlaufen Hotelaufenthalte, Transfers und touristische Leistungen weitgehend normal.
Aussagen oder Schlagzeilen, die den Eindruck vermitteln, Touristen müssten auf Mauritius hungern oder seien generell einer unsicheren Situation ausgesetzt, halten wir für irreführend und unnötig alarmierend.
Wir bedauern deshalb, dass sich Travelnews auf eine derart zugespitzte Darstellung stützt. Gerade in einer solchen Situation wäre eine sachliche und differenzierte Berichterstattung wichtig, die zwischen lokalen Ausschreitungen und der Situation von Feriengästen in den touristischen Gebieten unterscheidet.
Mauritius und seine Bevölkerung pauschal als unsicher darzustellen, wird der aktuellen Situation aus unserer Sicht nicht gerecht. Unsere Gäste sind gut betreut und können ihren Aufenthalt geniessen.
Let’s go Tours steht in engem Austausch mit den Partnern vor Ort und beobachtet die Situation laufend.»