Trips & Travellers

Der ehemalige Sportjournalist und Sportmanager Adrian Fetscherin betreibt in Innerarosa einen Supermarkt mit Bistro und produziert eine tägliche Nachrichtensendung. Bild: TN

Adrian Fetscherin: «Mir geht es einzig und allein ums Wohl von Arosa»

Mit seinem Supermarkt und Bistro «Hopp Arosa» hat Adrian Fetscherin im Bündner Touristenort sein Glück gefunden. Allerdings macht er sich mit seiner direkten Art nicht nur Freunde. Im «Travel News Talk» spricht Fetscherin über seine tägliche Nachrichtensendung, den Umgang mit Kritik und seine neue Initiative «Pro Arosa».

Adrian Fetscherin hat schon einiges erlebt. Der Zürcher arbeitete jahrelang in leitenden Funktionen bei Radio und Fernsehen, war Kommunikationschef des Grasshopper Club Zürich sowie Geschäftsführer des HC Thurgau und des EHC Arosa. 2023 schlug er dann ein neues Kapitel auf: In Innerarosa eröffnete er das «Hopp Arosa», einen Supermarkt samt Bistro. Das entsprechende Gebäude hatte er zuvor gekauft.

«Hier habe ich mein Glück gefunden», sagt Fetscherin in der neusten Ausgabe des «Travel News Talk». Besonders stolz ist er darauf, einen Treffpunkt geschaffen zu haben, den Einheimische und Gäste schätzen. Und auf eine Marke, die dem beliebten Touristenort viel Gesprächsstoff liefert.

Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt seine «Hopp Arosa-Tagesschau». Die tägliche Nachrichtensendung auf Social Media ist höchst professionell produziert, unterhaltsam und bisweilen auch unbequem. Denn Fetscherin nimmt kein Blatt vor den Mund.

Jetzt stösst er eine Initiative an

Ob Vandalismus im Dorf, Wucherpreise in der Bergbeiz oder die unsachgemässe Entsorgung von Asbest in seiner Nachbarschaft: Fetscherin spricht an, was ihn stört. Bei den Kritisierten kommt das selten gut an.

«Aus meiner Sicht reagieren sie sehr schlecht», sagt er. Statt das Gespräch zu suchen, würden sie ihn meiden. Doch Probleme verschwänden nicht, nur weil man einen kritischen Zeitgenossen ignoriere. «Mir geht es einzig und allein um das Wohl von Arosa», betont er.

Jetzt will Fetscherin über seine Rolle als kritischer Beobachter hinausgehen. Mit «Pro Arosa» gründet er eine Initiative, die keine klassische Partei sein soll, sondern Menschen zusammenbringen und Lösungen für das Bergdorf entwickeln will.

Ein drängendes Thema ist beispielsweise der Wohnungsmangel: Für Einheimische wird es zunehmend schwierig, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Am 24. Oktober findet eine Informationsveranstaltung zur neuen Initiative statt.

Im «Travel News Talk» erzählt Adrian Fetscherin ausserdem, was ihn an Arosa so fasziniert, wo er die grössten Probleme des Ferienorts sieht, und er verrät, ob es für ihn in Frage kommt, künftig diplomatischer aufzutreten – so, wie es ihm seine Frau geraten hat.

(RSU)