Here & There

Seit Dienstag ziehen heftige Stürme über grosse Teile Griechenlands hinweg. Betroffen ist insbesondere die Ferieninsel Rhodos. Bild: Screenshot YT

Rhodos nach Unwettern im Ausnahmezustand

Heftige Unwetter halten den Mittelmeerraum in Atem. Auf der griechischen Ferieninsel Rhodos kam ein Mann ums Leben, Istanbul stehen Strassen unter Wasser und auf den Balearen drohen am Wochenende ebenfalls schwere Stürme.

Seit Dienstag ziehen heftige Stürme über grosse Teile Griechenlands hinweg. Die beliebte Ferieninsel Rhodos wurde dabei besonders stark vom Unwetter getroffen. In der Küstenregion nahe Archangelos wurde ein Mann beim Versuch, sein Auto aus den Wassermassen zu retten, mitgerissen. Er wurde daraufhin leblos aufgefunden, wie der griechische Nachrichtensender «ERT News» berichtete. Auf den Inseln Skiathos, Skopelos und Euböa kam es zu erheblichen Schäden durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.

In der Ägäis wurden Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen. Auch der Flugverkehr war von den Unwettern betroffen. Am Mittwoch mussten zahlreiche Flüge mit Ziel Rhodos auf andere griechische Flughäfen umgeleitet werden. Am Donnerstagmorgen deutete sich eine Normalisierung des Flugbetriebs an.

Die Häfen Lavrio und Piräus bei Athen haben den Betrieb vorübergehend eingestellt. Starke Winde mit bis zu 8 bis 9 Beaufort gefährden auch am Donnerstag weiterhin Verbindungen – unter anderem nach Mykonos, Santorini, Paros, Naxos und Kreta, wie ERT berichtet. Der Hafen Lavrio hat sämtliche morgendlichen Abfahrten annulliert. Das Auslaufverbot im Hafen von Piräus sollte um 9 Uhr aufgehoben werden.

Nicht nur Griechenland ist von starken Regenfällen betroffen. Auch in Istanbul kam es zu Unwettern, die für Überschwemmungen sorgten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, kam es in einigen Teilen der Millionenmetropole zu Erdrutschen, steckengebliebenen Fahrzeugen und überfluteten Strassen. Insgesamt seien rund 8000 Einsatzkräfte sowie 2000 Fahrzeuge und Arbeitsgeräte im Einsatz, schrieb das Gouverneursamt von Istanbul auf X.

Balearen erwarten Sturm am Wochenende

Im westlichen Mittelmeer drohen am Wochenende Starkregen und lokale Überschwemmungen. Der spanische Wetterdienst Aemet und der nationale Zivilschutz warnen vor einem möglichen Höhentief und intensiven Niederschlägen an der spanischen Mittelmeerküste und auf den Balearen. Die Wetterbehörde hat bereits eine Sonderwarnung für Mallorca und den Mittelmeerraum herausgegeben.

Ein isoliertes Hochdrucktief wird über die Balearen ziehen und einen Wetterwechsel mit deutlich kühleren Temperaturen sowie starken Regenfällen bringen. Neben heftigem Regen sind auch Sturmböen und hoher Wellengang zu erwarten.

(TN)