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Schlamm, Geröll und angeschwemmtes Holz bei der Phantom Ranch im Grand Canyon zeugen von der Wucht der Sturzflut. Bild: NPS

Sturzflut verwüstet Teile des Grand Canyon

Beschädigte Infrastruktur und eine aufwändige Suche nach Vermissten: Eine Sturzflut hat den Grand Canyon mit voller Wucht getroffen. Auch für Besucherinnen und Besucher hat das Unwetter Folgen.

Eine schwere Sturzflut hat im Grand-Canyon-Nationalpark im US-Bundesstaat Arizona massive Schäden angerichtet. Ein Mensch kam ums Leben, rund 15 Personen werden noch vermisst, wie «CNN» berichtet.

Heftige Gewitter lösten am Samstagnachmittag (29. August 2026) im Bereich des Bright Angel Canyon und der Phantom Ranch eine Sturzflut aus. Nach Angaben des National Park Service wurde die Leiche eines 46-jährigen Mannes beim Crystal Rapids am Colorado River geborgen. Rund 15 Personen gelten derzeit als vermisst.

Mindestens 62 Menschen wurden bis Sonntag aus dem betroffenen Gebiet evakuiert. Die Behörden suchten unter anderem mit Helikoptern entlang des North Kaibab Trail und des Colorado River nach Vermissten.

Die Wassermassen richteten erhebliche Schäden an der Infrastruktur an. Fast alle Fussgängerbrücken über den Bright Angel Creek wurden zerstört. Der Colorado River musste wegen Metallteilen und anderem Treibgut vorübergehend für den Bootsverkehr gesperrt werden.

Übernachtungen auf dem South Rim eingeschränkt

Die Sturzflut beschädigte zudem eine wichtige Wasserleitung, die Einrichtungen am stark besuchten South Rim mit Trink- und Löschwasser versorgt. Ab Montag werden deshalb vorerst keine Hotelübernachtungen angeboten. Auf Campingplätzen wird die Wasserversorgung eingeschränkt, zudem sind Holz- und Holzkohlefeuer verboten.

Die Behörden warnen vor weiteren Gewittern. Zusätzlicher Regen könnte erneut Sturzfluten, Gerölllawinen und Steinschläge auslösen und die Bedingungen auf Wanderwegen und am Colorado River weiter verschärfen. Der Grand Canyon zählte 2025 mehr als 4,4 Millionen Besucherinnen und Besucher.

(RSU)