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Der Navagio-Strand auf der griechischen Insel Zakynthos, mit seinem berühmten Schiffswrack als Wahrzeichen, darf aus Sicherheitsgründen seit 2022 nicht mehr betreten werden: Bild: Adobe Stock

Kann Griechenlands berühmtester Strand gerettet werden?

Der seit Jahren gesperrte Navagio-Strand auf der griechischen Insel Zakynthos soll den Badegästen mithilfe einer millionenschweren Aufschüttung wieder zugänglich gemacht werden. Das Vorhaben stösst jedoch nicht nur auf Zuspruch.

Kein Strand in Griechenland ist bekannter als der Navagio-Strand auf der Insel Zakynthos. Doch dem Bijou droht der baldige Zerfall (Travelnews berichtete). Das Schiffswrack, das ein beliebtes Fotosujet für Touristen ist und seit bald mehr als 45 Jahren vor sich hin rostet, wurde Anfang 2024 infolge mehrerer Unwetter stark beschädigt und teilweise mit Sand zugedeckt.

Der gesamte Strand wurde zudem wegen erheblichen Risikos für Erdrutsche im Jahr 2022 gesperrt, nachdem sich mehrere Strandbesucher bei einem Felssturz verletzt hatten. Während man mit Ausflugsbooten noch in die Bucht fahren darf, ist das Schwimmen und Betreten des Strandes seither verboten. Auch in diesem Jahr gilt die Sperre bis mindestens 31. Oktober 2026.

Millionen für Aufschüttung

Nun haben Experten der Nationalen Technischen Universität Athen einen Plan entwickelt, um das Wrack vor dem weiteren Zerfall zu bewahren, wie «Reisereporter» berichtet. Der Strand soll für 3,9 Millionen Euro mit 45'000 Kubikmetern Kies und Sand aufgeschüttet und die Strandfläche um 30 Meter verbreitert werden. So würde die Brandung das Wrack bei allfälligen Winterstürmen nicht mehr erreichen.

Das Material soll dabei per Frachtschiff in die Bucht gebracht und mithilfe von Schwimmkränen im Meer ausgetragen werden. Gelingt die dauerhafte Verbreiterung des Strandes, dürfte auch die Sperrung aufgehoben werden, da Badende genug Abstand zu den Steilwänden hätten. Ob das Konzept der Strandaufschüttung tatsächlich funktioniert, ist noch unklar.

In einer zweiten Phase will die Gemeinde Zakynthos das Wrack für rund 2,5 Millionen Euro rekonstruieren und konservieren lassen, um den weiteren Zerfall zu verhindern. Unumstritten ist das Projekt nicht: Zweifel seitens der Universität werden laut, das Vorhaben sei ein massiver Eingriff in die Natur und das Kies würde ohnehin wieder weggespült.

(TN)